Wie entscheidet sich Alexander Nübel? Diese Frage hält Schalke 04 seit Monaten in Atem. Eine Antwort ist noch nicht in Sicht, denn der gebürtiger Paderborner kann sich mit seiner Entscheidung Zeit lassen. Dafür sei er dem neuen Sportvorstand Jochen Schneider „dankbar“, bemerkt Nübel gegenüber dem ‚kicker‘. Er befinde sich „in einem offenen und vertrauensvollen Austausch“.

Schneider als Pluspunkt

Positiv für S04: Mit Schneider haben sich die Vorzeichen geändert. Der neue starke Mann auf Schalke setzt auf Diplomatie, versucht nun, die Versäumnisse seines Vorgängers Christian Heidel nachzuholen. Eine Nübel-Verlängerung über den Sommer 2020 hinaus scheint wieder in Reichweite zu sein.

Ganz ohne Zugeständnisse wird das wohl nicht gehen. Stichwort Ausstiegsklausel: „In meinen Augen hat eine Klausel nichts damit zu tun, dass man darauf aus ist, den Klub verlassen zu können, sobald eine vermeintlich reizvollere Aufgabe winkt“, argumentiert Nübel, „ohne Klausel hat ein Verein über alles die Oberhand, Spieler sind relativ machtlos.

Ausstiegsklausel als „Absicherung“

Dem Spieler fehlt die Absicherung“, führt der 22-Jährige aus, „das kann vor allem dann zum Problem für ihn werden, wenn sich die Zeiten plötzlich ändern und der Verein ihn nicht mehr will. Manchmal steht ein Spieler schneller auf dem Abstellgleis, als man denkt. Dann nicht zumindest die Möglichkeit zu haben, den Klub dank einer Klausel zu verlassen, wäre ein großer Nachteil für einen Spieler.

Fraglich natürlich, ob die vertraglich fixierte Summe überhaupt noch bezahlt wird, wenn Nübel nicht mehr die Nummer eins sein sollte. So oder so: Er und sein Anhang werden auf eine Ausstiegsklausel pochen, Schalke die Pille für eine Einigung schlucken müssen. Wie bitter die sein wird, hängt von den ausgehandelten Konditionen ab.