Der Hamburger SV krempelt die Sportliche Führung weiterhin kräftig um. Nach Heribert Bruchhagen und Jens Todt muss auch Bernd Hollerbach den Hut nehmen. Erst am 22. Januar hatte der gebürtige Bayer die Mannschaft übernommen und in sieben Partien lediglich drei Punkte geholt. Abgesehen vom 0:6 beim FC Bayern präsentierte sich das Team defensiv stabiler als zuvor.

Übernehmen wird Christian Titz, der bislang die zweite Mannschaft des HSV in der Regionalliga gecoacht hatte. Der 46-jährige Mannheimer gilt als Taktikexperte und soll dem Team neue Impulse geben.

Wir haben die sportliche Gesamtlage nach der 0:6-Niederlage in München intensiv analysiert und diskutiert“, sagt Vorstand Frank Wettstein, der dabei die Expertisen des Direktors Sport Bernhard Peters und des Aufsichtsratsvorsitzenden Bernd Hoffmann einbezog: „Am Ende sind wir zur Überzeugung gelangt, dass wir im Hinblick auf unsere Chancen im Kampf um den Klassenerhalt handeln mussten.“

Wettstein dankte Hollerbach für dessen Arbeit: „Er hat nie gejammert und sich tadellos verhalten. Unter dem Strich war aber keine wesentliche Verbesserung erkennbar, zudem haben ihm positive Ergebnisse gefehlt.“

Mit Thomas von Heesen erhält das neue Trainerteam interimistisch erfahrene Unterstützung. Von Heesen wird viele der Aufgaben des in der vergangenen Woche beurlaubten Direktors Profifußball übernehmen und die operative Sportkompetenz gewährleisten, bis über die sportliche Leitung neu entschieden ist. „Er hat sich sofort bereiterklärt, dem HSV zu helfen“, so Wettstein.