Das Kapitel James Rodríguez und Real Madrid ist allem Anschein nach endgültig beendet. Hintergrund ist laut ‚Marca‘ die Ausländerregelung. Am gestrigen Donnerstag zurrten die Königlichen den 50-Millionen-Transfer von Innenverteidiger Éder Militão fest. Der Brasilianer besitzt keine (zweite) europäische Staatsbürgerschaft und fällt somit unter die Nicht-EU-Regel.

Gleiches gilt für Vinícius Júnior, der bereits seit dem vergangenen Sommer für Real spielt, als auch für Rodrygo, der im Anschluss an seine Leihe beim FC Santos im Santiago Bernabéu aufschlagen wird. Weil man in Spanien ebenso wie in sämtlichen anderen europäischen Ligen höchstens drei Spieler ohne EU-Pass für den Kader nominieren darf, ergäbe eine Rückkehr von James schlichtweg keinen Sinn.

Rummenigge gibt die Richtung vor

Sämtliche zwischenzeitlich aufgekommenen Gerüchte über James’ vermeintlichen Rückkehr-Wunsch dürften somit hinfällig sein. Stattdessen erhalten die jüngsten Worte von Karl-Heinz Rummenigge noch mehr Gewicht: „Die Option (42 Millionen Euro, Anm. d. Red.) müssen wir bis zum 15. Juni ziehen. Da haben wir noch ausreichend Zeit. Aber ich muss klar sagen, dass hier alle happy mit ihm sind. Ich gehe fest davon aus, dass James auch in der nächsten Saison beim FC Bayern spielen wird.“

Das Verhältnis zu Trainer Niko Kovac sei nach anfänglichen Irritationen intakt: „Ich glaube nicht, dass die beiden ein Problem hatten. Ich bin sicher, dass Niko die Qualität von James genauso sieht und jetzt auch sehr glücklich mit ihm ist.“ In der Tat hat James die Rückkehr zur Stammkraft geschafft. Seit Anfang Februar stand der versierte Linksfuß stets in der Startformation des FC Bayern.

FT-Meinung: Die wahrscheinlichste Variante hatte Rummenigge bereits umrissen. Und dabei bleibt es nach aktuellem Stand auch. Denn nicht nur die EU-Regel macht James die Rückkehr zu seinem Traumverein madig. Auch die Wiedereinstellung von Zinedine Zidane spricht eindeutig dagegen, dass der Kolumbianer in den Planungen der Madrilenen eine Rolle spielt. Das letzte Wort in der Personalie liegt ohnehin bei den Bayern.