Lucien Favre muss bei seinem ersten Revierderby als Trainer von Borussia Dortmund womöglich die Abwehr umbauen. Dan-Axel Zagadou droht mit einer Fußprellung auszufallen. Für den Franzosen rückt der wiedergenesene Manuel Akanji in die Viererkette. Auf der Bank wird wohl Marcel Schmelzer sein Kader-Comeback feiern. In die Startelf wird es der frühere Kapitän aber nicht schaffen.

Die Fäden im Mittelfeld werden die beiden bockstarken Neuzugänge Thomas Delaney und Axel Witsel ziehen. Wer in der Offensive wirbeln wird, bleibt Favres großes Geheimnis. Marco Reus und Jadon Sancho sind wohl gesetzt. Für die zweite Flügelposition kommen Jacob Bruun Larsen oder der etwas formschwache Christian Pulisic in Betracht. Die brisanteste Frage ist aber, ob Paco Alcácer von Beginn an ran darf oder doch zunächst Mario Götze aufläuft. Der Spanier ist fraglos der torgefährlichere Stürmer, konnte seine Stärke aber bislang vor allem als Einwechselspieler zur Entfaltung bringen.

Hinter der Aufstellung von Domenico Tedesco stehen deutlich größere Fragezeichen als hinter der Formation seines Dortmunder Pendants. Gut möglich, dass der 33-Jährige gegen die stärkste Offensive der Liga auf eine Dreier- beziehungsweise Fünferkette zurückgreifen wird. Im Zentrum kommen dann die Zweikämpfer Benjamin Stambouli, Salif Sané und Matija Nastasic zum Einsatz.

Im massierten Mittelfeld werden gemeinsam mit dem alleinigen Sechser Sebastian Rudy Weston McKennie und Nabil Bentaleb Beton anrühren. Im Sturm könnten die beiden bissigen Angreifer Guido Burgstaller und Steven Skrzybski zum Einsatz kommen, deren wichtigste Aufgabe es wohl sein wird, den Spielaufbau des BVB zu stören.