Diese Qualität, diese Tiefe im Kader müssen wir auch erreichen“, ließ Franck Ribéry im Mai seinen Blick nach Europa schweifen. Der FC Bayern sei gut aufgestellt, sagte der Franzose der ‚Sport Bild‘ damals, bei den Top-Mannschaften spielen aber „nicht nur elf, zwölf oder 13 super Spieler, sondern 19, 20.“ Wenige Tage später verlor der Rekordmeister das Champions League-Finale gegen den FC Chelsea.

Wenngleich die Niederlage gegen destruktive Engländer nur bedingt der Kadertiefe zugeschrieben werden kann, war der dritte Vize-Titel der Saison dem Rekordmeister ein Warnschuss. Seither laufen die Transferaktivitäten auf Hochtouren, zuletzt kursieren besonders die Namen Javi Martínez und Lars Bender, mit denen der FC Bayern sein Mittelfeld verstärken will.

Zwei tolle Spieler. Einer würde uns gut tun“, lobt Ribéry in der ‚Bild‘ und verweist abermals auf die vergangene Runde. Verstärkungen seien auch nach den bisher investierten fast 30 Millionen Euro noch nötig: „Weil der Kader letzte Saison zu klein war. Wir mussten letztes Jahr alle viel spielen. Jetzt haben wir mit Pizarro und Mandžukić gute Verstärkungen im Sturm und brauchen auch noch eine im Mittelfeld.

Ob der Franzose tatsächlich Bender oder Martínez – oder gar beide – an der Säbener Straße begrüßen darf, bleibt abzuwarten. Bei Ersteren stellt sich Bayer Leverkusen quer, verweist auf die Ambitionen und Benders wichtige Rolle im Kader. In der Personalie Martínez pocht Athletic Bilbao auf 40 Millionen Euro Ablöse. Ein „unanständiger“ Preis, wie Trainer Jupp Heynckes meint.