Wer Juan Iturbe spielen sieht, dem ist schnell klar, dass sein Weg früher oder später zu einem europäischen Topklub führen wird. Seine Ballbehandlung, seine Dribblings und sein Zug zum Tor brachten ihm schnell einen Vergleich mit dem aktuell bekanntesten Spieler aus Argentinien ein. ‚Der neue Messi‘ schrieben die Zeitungen über den mittlerweile 21-jährigen Iturbe. Eine hohe Bürde, die den Youngster von Hellas Verona aber nicht zu belasten scheint.

Wer Messi dieser Tage bei der WM oder in den vergangenen Jahren beim FC Barcelona sieht, dem kommt der Vergleich mit Iturbe aber eher spanisch vor. Denn ‚La Pulga‘ hat sich mehr und mehr zu einem Zentrumsspieler entwickelt, der nur noch selten auf dem Flügel zu finden ist. Iturbe hingegen erinnert bei seinen Auftritten stark an Arjen Robben. Von der rechten Außenbahn startend zieht der gebürtige Argentinier mit Eltern aus Paraguay am liebsten in die Mitte. Sein starker linker Fuß ermöglicht es ihm in der Regel, mehrere Gegner stehenzulassen. Dann folgt meist ein Pass in die Spitze oder der eigene Abschluss.

Der U20-Nationalspieler der ‚Albiceleste‘ ist ein Versprechen für die Zukunft, dessen Marktwert noch einigermaßen erschwinglich ist. Aus diesem Grund wollen die Interessenten lieber heute als morgen zuschlagen. Die italienische Zeitung ‚Tuttosport‘ berichtet, dass Juventus Turin 21 Millionen Euro plus Fabio Quagliarella bietet. Das Angebot von Atlético Madrid beläuft sich gar auf 25 Millionen plus den 21-jährigen brasilianischen Angreifer Leo Baptistão, der zuletzt auf Leihbasis für Betis Sevilla kickte.

30 Millionen aus München?

Auf der Bildfläche erschienen ist nun aber offenbar auch der FC Bayern München. Vom deutschen Rekordmeister wird ein Angebot über 30 Millionen Euro erwartet, das Hellas wohl nicht ablehnen könnte. Der Wechsel von Iturbe könnte den Abschied von Xherdan Shaqiri zur Folge haben. Der Schweizer fordert einen Stammplatz, den ihm Pep Guardiola nicht in Aussicht stellen kann und will.

Da Iturbe auch als hängende Spitze oder falsche Neun zum Einsatz kommen kann, wäre er zudem eine Alternative zu Robert Lewandowski und Claudio Pizarro. Die alles entscheidende Frage dürfte sein, wie groß Guardiolas Vertrauen in die Fähigkeiten des 1,72 Meter großen Argentiniers ist. Denn ohne eine größere Investition dürfte Iturbe nicht zu haben sein.