Am vergangenen Samstag war der gefühlte Tiefpunkt erreicht. Nach nur 33 Minuten wurde Sebastian Rudy beim Stand von 1:2 im Spiel gegen Ex-Klub FC Bayern München ausgewechselt. Es folgten weder ein mutmachendes Schulterklopfen noch deeskalierende Worte.

Stattdessen ging Christian Heidel nach dem Spiel in die Offensive. „Er muss ganz einfach besser Fußball spielen. Ich unterstelle Sebastian nicht, dass er zu wenig Leidenschaft hat. Aber da muss ein bisschen mehr Power rein. In München ist das mit 60 Prozent Ballbesitz etwas einfacher. Bei uns muss der Sebastian sein Spiel umstellen“, so der Manager von Schalke 04.

Ob Rudy, der im Sommer als Wunschspieler von Trainer Domenico Tedesco nach Gelsenkirchen kam, überhaupt in der Lage ist, sein Spiel umzustellen, ist fraglich. Der 28-Jährige ist kein Zweikämpfer und wurde auch nicht als solcher geholt. Schalke und Rudy – bisher ein einziges Missverständnis. Das möglicherweise im Sommer schon wieder enden wird.

Der ‚kicker‘ bringt den Mittelfeldspieler zumindest bereits mit einem Abschied in Verbindung. Es „deutet wenig darauf hin, dass sich die Situation verbessert.“ Ein Verkauf von Rudy sei deshalb „denkbar“, so das Fachblatt.