Schalke 04 hat sehr gute Aussichten im Kampf um Sebastian Rudy. In erster Linie spielt den Königsblauen in die Karten, dass Hauptkonkurrent RB Leipzig noch mehrere Kader-Baustellen zu beheben hat. Und laut ‚kicker‘ genießt bei den Sachsen die Personalie Ademola Lookman Priorität. Sollte der Engländer für 20 Millionen Euro kommen, wäre das Transferbudget für diesen Sommer aufgrund der Financial Fairplay-Einschränkungen ausgeschöpft.

Bliebe aus Schalker Sicht noch die Höhe der Ablöse. Die zuletzt gehandelten 15 Millionen Euro „werden sicherlich nicht reichen“, ließ Uli Hoeneß (neben diversen anderen Statements) am gestrigen Sonntag bei ‚Sky‘ wissen. Dem Vernehmen nach liegt die bayrische Schmerzgrenze bei rund 20 Millionen.

Im Umkehrschluss hieße dies, dass Schalke-Manager Christian Heidel am Ende rund 40 Millionen Euro in das zentrale Mittelfeld gesteckt hätte. Zur Erinnerung: Suat Serdar und Omar Mascarell kosteten jeweils zehn Millionen. Stellt man dies den ablösefreien Abgängen Leon Goretzka und Max Meyer gegenüber, kann diese Summe schon als stolze Investition durchgehen.

Rudy will spielen

Triebfeder des bevorstehenden Transfers ist Rudys Wunsch nach Spielpraxis. Und genau diese würde ihm Niko Kovac in dieser Saison nur höchst selten gewähren können. Zu groß ist die interne Konkurrenz im Mittelfeld. Klar ist aus Sicht des FC Bayern aber auch: Sollte Rudy noch gehen, müsste der zuletzt bei Real Madrid gehandelte Thiago auf jeden Fall bleiben.

PreisfrageFT-Meinung: Leipzig scheint mehr oder weniger aus dem Rennen, sofern sich die Bayern nicht auf ein Leihgeschäft mit Kaufpflicht einlassen sollten. Dennoch steht die immense Ablöse dem Transfer zu Königsblau bislang im Weg. Heidel muss sich gut überlegen, ob er zu solch einer Investition bereit ist. Die 37 Millionen Euro aus dem Kehrer-Verkauf könnten es möglich machen.