Rummenigge kritisiert: Große Stars immer noch lieber zu Manchester, Paris oder Chelsea

Rummenigge kritisiert: Große Stars immer noch lieber zu Manchester, Paris oder Chelsea

08.03.2013 - 14:41 Fußball Deutschland » Bundesliga Kommentare

Karl-Heinz Rummenigge hofft auf das Financial FairplayKarl-Heinz Rummenigge hofft auf das Financial Fairplay©Maxppp

Sehnsüchtig wartet die Bundesliga auf das Financial Fairplay. Wie konsequent die neuen UEFA-Richtlinien ab 2014 durchgesetzt werden, ist allerdings fraglich. Karl-Heinz Rummenigge übt Kritik an der Raffzahn-Mentalität der Spieler.

Offiziell soll das Financial Fairplay der UEFA am 1. Juli 2014 starten. Wie konsequent der europäische Dachverband das Finanzdoping der Klubs unterbindet, ist allerdings fraglich. DFL-Geschäftsführer Christian Seifert hegt Zweifel: „Das wird die Nagelprobe für die UEFA. Ich glaube, die UEFA kann massiv Schaden nehmen, wenn ein Klub wie PSG damit durchkommt, einen Sponsorenvertrag abzuschließen, der weit mehr wert ist als die Sponsorenverträge von ‚Barça‘, ManU und Bayern München zusammen.“

Ähnlich skeptisch ist auch Karl-Heinz Rummenigge, der seit Monaten an Michel Platini appelliert, das FFP seriös umzusetzen. Und was Transfers betrifft, sieht der Vorstandsboss bis 2014 ohnehin keine Chance, sich gegen die mit Scheich- oder Ölmillionen wuchernden Kontrahenten durchzusetzen.

Solange andere Klubs unseriös wirtschaften und Unsummen an Gehältern zahlen können, werden große Stars lieber nach Manchester, Paris oder Chelsea gehen“, beklagt Rummenigge in der Münchner ‚Abendzeitung‘. Verantwortlich dafür macht der 57-Jährige die Einstellung vieler Profi-Fußballer: „Weil eine Mentalität herrscht: mitnehmen, was mitzunehmen ist.“

Die Spieler, die seit der Verpflichtung von Pep Guardiola beim FC Bayern gehandelt werden, sind ebenso zahlreich wie namhaft. Neymar oder Gareth Bale beispielsweise brachte die internationale Presse ins Spiel – doch beide Superstars werden sich wohl für Klubs entscheiden, die nicht überwiegend mit Eigenkapital wirtschaften.

Tobias Feldhoff

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