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Rummenigge sauer: PSG führt Financial Fairplay ad absurdum

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In Deutschland diskutieren die Fans über die 40 Millionen Euro Ablöse für Javi Martínez. Karl-Heinz Rummenigge verweist auf Paris St. Germain und hofft auf ein härteres Vorgehen der UEFA in Sachen Financial Fairplay.

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Karl-Heinz Rummenigge meckert über PSG
Karl-Heinz Rummenigge meckert über PSG
©Maxppp

40 Millionen Euro soll Javi Martínez kosten. Ob der Baske zum FC Bayern München wechselt, ist noch offen. Sollte Athletic Bilbao grünes Licht geben, wäre Martínez der teuerste Transfer der Bundesliga-Geschichte. An die Dimensionen, in denen andere Klubs investieren, reichen die Bayern mit der geplanten Verpflichtung allerdings lange nicht heran.

Gerüchtweise hört man, dass Paris St. Germain wohl in diesem Sommer einen internationalen Verlust-Rekord aufstellt“, klagt Karl-Heinz Rummenigge im Müncher ‚Merkur‘. Die Transferausgaben des französischen Hauptstadtklubs belaufen sich in diesem Sommer alleine an Ablösesummen auf 140 Millionen Euro. Bedenklich seien jedoch vor allem die Gehaltszahlungen des Tabellen-13. der Ligue 1: „In Deutschland wird wegen Javier Martinez über die 40 Millionen Euro Ablöse landauf, landab diskutiert – aber wenn ich den Ibrahimović-Transfer sehe, muss ich sagen: Angeblich kostet allein sein Jahresgehalt mehr als unser Gesamtinvestment in Martinez für fünf Jahre.“

In Rummenigges Augen führt PSG das Financial Fairplay ad absurdum. „Es wurde uns mal versichert, dass man das Financial Fairplay seriös angeht und umsetzt, dass keine Tricksereien erlaubt sind, keine Hintertürchen geöffnet werden. Jetzt ist die UEFA gefragt, da auch genau hinzuschauen“, fordert der Vorstandsvorsitzende der Bayern. Beispielhaft sei das Verhalten des AC und von Inter Mailand, die nach jahrelanger Misswirtschaft „ihre Kosten abbauen, um den Kriterien nachzukommen“.

Rummenigge baut für die kommenden Transferperioden auf das Eingreifen der UEFA. Möglicherweise müsse mal ein Exempel statuiert werden, findet der Bayern-Boss: „Sonst sagt sich doch bald der eine oder andere Klub: „Ja, sind wir denn blöd? Wir erfüllen die Kriterien der UEFA – und die anderen scheren sich darum nichts. Es geht ja auch um Wettbewerbsfähigkeit. Die ist so nicht mehr gegeben.

Für den deutschen Rekordmeister hätte die strikte Einhaltung des Financial Fairplay nur Vorteile gegenüber der europäischen Konkurrenz. Durch das solide Wirtschaften der vergangenen Jahrzehnte plagen den FCB im Gegensatz zu den internationalen Großklubs keine nennenswerten Schulden. Inwieweit der UEFA Sanktionen aussprechen wird, ist nach wie vor fraglich.

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