In der vergangenen Jahren stand Arjen Robben beim FC Bayern München für herausragenden Fußball. Trotz zahlreicher Verletzungen kehrte der Niederländer immer wieder gestärkt auf das Spielfeld zurück. Die aktuelle Saison verläuft anders. Auch wenn der 29-Jährige fit ist, spielt häufig Thomas Müller. Sein Status stößt Robben sauer auf. Eine öffentliche Spitze gegen Jupp Heynckes kann er sich nicht verkneifen. Die Verantwortlichen der Bayern bleiben ruhig – vorerst.

Zur Nationalelf zu kommen, ist wie ein warmes Duschbad. Das gibt dir ein echt gutes Gefühl, wenn man zu einem Trainer kommt, der Vertrauen in dich hat. Dieser Trainer hat mich schon immer unterstützt“, erklärt Robben gegenüber dem ‚Allgemeen Dagblad‘ mit Bezug auf ‚Bondscoach‘ Louis van Gaal. Deutlicher kann Robben die Unzufriedenheit über seinen Reservistenstatus nicht zum Ausdruck bringen.

Robbens indirekte Kritik an Heynckes nehmen die Verantwortlichen in München bislang gelassen auf: „Er kann ja nicht an die Decke springen, wenn er nicht spielt“, erklärt der Bayern-Coach gegenüber der ‚Bild‘. Präsident Uli Hoeneß bemüht sich ebenso, Robbens Aussagen in den Medien keine große Bedeutung beizumessen: „Ich mag Spieler, die sich immer anbieten, Vollgas geben. Es muss alles im Rahmen sein, und es ist alles im Rahmen.

Robben tut gut daran, sich zurückzuhalten. Wenn das nicht funktioniert, muss man sich als Verein zum Sommer hin Gedanken machen: ’Ok, wir geben Robben zum Verkauf’“, beurteilt Ex-Bayer Stefan Effenberg die Situation anders. Bislang reagiert der Rekordmeister gemäßigt auf Robbens andauernde Unmutsäußerungen. Stellt der Rechtsaußen jedoch weiterhin seinen Ärger zur Schau, sind Konflitke vorprogrammiert. Die laufende Saison zeigt deutlich, dass Robbens Weggang im Kollektiv aufgefangen werden könnte.