David Wagner hätte Breel Embolo gerne in seinem Kader für diese Saison gewusst. Dies bestätigt der neue Trainer des FC Schalke 04 im Interview mit den ‚Ruhr Nachrichten‘: „Als ich mir den Kader nach meiner Verpflichtung angeschaut habe, war Breel einer der Spieler, auf die ich mich am meisten gefreut habe. Vom Alter her, von der Veranlagung, vom Talent.“

Eine Chance, Embolo vom Verleib bei Königsblau zu überzeugen, habe dennoch nicht bestanden. „Breel und seine Berater haben von Beginn an keinen Zweifel daran gelassen, dass er unbedingt weg wollte“, berichtet Wagner, „er wollte einen Neuanfang, das wurde klar und deutlich so kommuniziert. Also hätte es keinen Sinn gehabt, ihm den Wechsel zu verweigern. Denn gerade in unserer Situation brauchen wir nur Spieler in der Kabine, die vom ersten Tag an zu 100 Prozent auf Schalke sind.“

Embolo hinterlässt große Lücke

Für zehn Millionen Euro Ablöse verschlug es Embolo letztlich zu Borussia Mönchengladbach. Dort hat sich der wuchtige Angreifer mit zwei Toren in den ersten drei Ligaspielen hervorragend eingefunden.

Für Wagner ist diese Konstellation und die verpasste Verpflichtung eines neuen Angreifers dennoch kein Grund, Alarm zu schlagen. „Ich nehme die Situation an. Für mich ist gefühlt der lange verletzte Mark Uth unser Neuzugang im Angriff – ein Spieler, den ich aus der Distanz vor allem als technisch hervorragenden Fußballer wahrgenommen habe, der mich im Training darüber hinaus aber auch mit seiner körperlichen Präsenz begeistert. Wir haben Guido Burgstaller, Ahmed Kutucu – ich glaube, wir sind auch im Angriff gut aufgestellt.“

Interesse bekundeten die Schalker Mbwana Samatta, den der KRC Genk aber letztlich nicht ziehen lassen wollte. Auch Patrik Schick (RB Leipzig), André Silva oder Bas Dost (beide Eintracht Frankfurt) entschieden sich anderweitig. Ausschlaggebend waren in sämtlichen Fällen zu große finanzielle Hürden. Wagner: „Den Grund, warum es nicht geklappt hat, kennt jeder Fan, jeder Journalist.“ Jammern will der ehemalige Huddersfield-Coach dennoch nicht – auch wenn das Spiel nach vorne nach wie vor die große Achillesferse der Schalker ist.