Die Transferplanungen des SV Werder Bremen sind noch nicht abgeschlossen. Im Mittelfeld suchen die Grün-Weißen nach einer Verstärkung, die im besten Fall auch Max Kruses Abgang vergessen macht. Zudem schaut man sich nach einem neuen Rechtsverteidiger um.

Passend dazu wurden zuletzt Andrea Conti vom AC Mailand, der auf beiden defensiven Außenbahnen spielen kann, sowie Nabil Bentaleb von Schalke 04 bei den Werderanern gehandelt. Conti-Berater Mario Giuffredi bestätigte dem ‚Weser-Kurier‘ gar, dass der SVW beim 25-Jährigen angefragt hat.

Die Lokalzeitung ist es aber auch, die das Conti-Gerücht als Ente entlarvt. Demnach habe der Berater nur versucht, seinen Klienten interessanter zu machen. In Bremen habe man sich nie ernsthaft mit einer Verpflichtung des Milan-Verteidigers befasst.

Zweifel bei Bentaleb

Anders sieht es bei Bentaleb aus. Der Algerier steht tatsächlich bei Werder auf der Liste, vor einer möglichen Verpflichtung müssen aber noch einige Fragezeichen aus der Welt geschafft werden. Da der spielstarke Linksfuß bei Schalke aussortiert wurde, jedoch zu den Topverdienern zählt, ist Königsblau wohl bereit, Bentaleb kostengünstig zu verleihen.

Für Stirnrunzeln an der Weser sorgt weniger das Verhalten des 24-Jährigen auf, sondern außerhalb des Platzes. Werder fürchtet, dass Bentaleb auch in Bremen mit Undiszipliniertheiten und Fehltritten auffallen könnte. Zudem ist unklar, ob er sich mit einem Klub, der nicht im Europapokal vertreten ist, zufriedengibt.

Um das herauszufinden und mögliche Risiken zu minimieren, befindet sich Werder laut dem ‚Weser-Kurier‘ derzeit im Austausch mit Bentalebs Berater. Ein Angebot hat man noch nicht abgegeben. Wenn der Agent den Grün-Weißen glaubhaft vermitteln kann, dass Bentaleb auf dem Rasen unverändert hochtalentiert und abseits des Spielfelds geläutert ist, könnte ein solches aber noch folgen.