Borussia Dortmund verfolgt seit Jahren eine zweigleisige Strategie. Einerseits streben die Schwarz-Gelben den maximalen sportlichen Erfolg an. Zusätzlich dazu will man jungen Fußballern die Möglichkeit geben, sich beim BVB weiterzuentwickeln – selbstredend nicht aus purem Altruismus, sondern vor allem auch mit Blick auf die finanziellen Gewinne, die dem Klub im Falle eines Weiterverkaufs winken.

Neuestes Pferd im Stall ist der US-Amerikaner Giovanni Reyna, der im Sommer für kleines Geld von der NYCFC Academy nach Dortmund kam. „Dass es uns gelungen ist, ein extrem umworbenes Talent wie Giovanni Reyna für den BVB zu begeistern, freut uns natürlich sehr“, sagt Sportdirektor Michael Zorc in der ‚Sport Bild‘.

Zorc erläutert Vereinsphilosophie

Gute Argumente liefert den Dortmundern bei solch einem Transfer der Verweis auf die Entwicklung anderer Youngsters wie Jadon Sancho oder Christian Pulisic. Dabei stehen die beiden gar nicht unbedingt stellvertretend für die von Zorc angestrebte Strategie: „Die Nachwuchsarbeit ist elementarer Bestandteil unserer Vereinsphilosophie. Unser Fokus liegt als Bundesligist auf deutschen Spielern.“

Selbstverständlich gibt die von Michael Skibbe trainierte U19 auch heimische Talente her. Aushängeschild ist momentan der erst 14-jährige Youssoufa Moukoko. Hinzu kommen Spieler wie Tobias Raschl (19) oder Patrick Osterhage (19). Die Mehrheit der Youngsters mit großer Perspektive wurde im Laufe der Jahre aber aus dem Ausland hinzugekauft. Zu nennen sind hier der Niederländer Immanuel Pherai (18) und der Franzose Kamal Bafounta (17).

Fazit: An der selbst ausgegebenen Philosophie muss sich die Borussia messen lassen. Und der bislang letzte deutsche Jugendspieler, der den endgültigen Durchbruch geschafft hat, war vor rund zehn Jahren Mario Götze, der mit inzwischen 27 schon zu den erfahrenen Profis im Kader zählt.