Erik ten Hag kann sich sehr gut vorstellen, ein weiteres Mal beim FC Bayern an der Seitenlinie zu stehen – allerdings logischerweise als Verantwortlicher für das Bundesligateam. Auf Nachfrage des ‚kicker‘, wie seine Reaktion im Falle eines Anrufs aus München ausfallen würde, erwidert der 49-jährige Niederländer, der zwischen 2013 und 2015 die Reservemannschaft der Münchner trainierte:

Dann schließe ich nichts aus. Aber ich bin fast 50 und kein Träumer. Es kommt – oder es kommt nicht.“ Seit Dezember 2017 coacht ten Hag inzwischen den niederländischen Rekordmeister Ajax Amsterdam. In der vergangenen Saison schaffte er es mit seinem Team bis ins Halbfinale der Champions League, scheiterte dort denkbar knapp an Tottenham.

Gekommen wegen Guardiola

Über seine erste Zeit an der Säbener Straße sagt ten Hag: „Es war kein logischer Schritt. Ich war lange Ausbildungsleiter und Co-Trainer, dann endlich Cheftrainer und bin aufgestiegen. Das alles habe ich aufgegeben.“ Zur Erinnerung: Ten Hag kam vom damaligen Eredivisie-Klub Go Ahead Eagles zu den Bayern, um dort das Regionalligateam zu trainieren.

Der Fußballlehrer begründet: „Für mich ging es darum, in einen Verein wie Bayern zu kommen. Pep Guardiola war da und, für mich noch wichtiger, Matthias Sammer mit seiner strategischen Arbeitsweise und der Mentalität, die er in einen Verein bringt. Unter Guardiola hat Bayern dominant gespielt, jeder auf dem Platz wusste, was er zu tun hat, die konnten sich blind den Ball zuspielen.“

opinion type avenirFT-Meinung: Sollten die Bayern eines Tages wieder einen neuen Cheftrainer suchen, dürfte ten Hag fast automatisch eine Option sein. Der frühere Verteidiger kennt den Klub und ist ein echter Fachmann. Momentan sitzt Niko Kovac trotz der jüngsten Schwächephase in der Bundesliga aber noch fest im Sattel. Und klar scheint: Mitten in der Saison wäre ten Hag dann wohl ohnehin nicht zu haben.