Spätestens seit dem 4:0 auf Schalke kann man bei Fortuna Düsseldorf für ein weiteres Jahr Bundesliga planen. Im Poker um den bis zum Saisonende ausgeliehenen Dodi Lukebakio die Mindestvoraussetzung. Die Verhandlungen mit dem FC Watford haben die Rheinländer bereits aufgenommen.

Wir versuchen Dodi mit aller Macht zu halten. Unser Pluspunkt: Er fühlt sich total wohl bei uns, kann sich vorstellen, zu bleiben. Wir müssen Watford verschiedene Modelle und Lösungen vorschlagen. Es wäre wirklich großartig, wenn wir das schaffen würden. Aber die Chancen sind minimal“, räumt Manager Lutz Pfannenstiel gegenüber der ‚Bild‘ ein. Lukebakio selbst sagt: „Ich weiß nicht, wie es weitergeht. Ich bin nicht der Boss meiner Zukunft. Aber ich genieße es hier.”

Spielpraxis als Hauptargument

Borussia Dortmund, die TSG Hoffenheim und Borussia Mönchengladbach haben bereits Interesse an dem 21-jährigen Kongolesen angemeldet. Und das dürfte lange nicht das Ende der Fahnenstange sein, sollte Lukebakio seine Ausnahmeform auch in den kommenden Wochen konservieren können.

Trainer Friedhelm Funkel spielte am gestrigen Sonntag beim ‚Sport1-Doppelpass‘ die Karte Spielpraxis. „Was nützt es ihm, wenn er irgendwo hinwechselt, wo er nicht spielt? Bei uns macht er auch nächstes Jahr seine 28 Spiele“, argumentierte Funkel, „und dann könnte er mit der Erfahrung von zwei Jahren Bundesliga zu einem großen Klub gehen.”

20 Millionen Euro Ablöse fordert Watford dem Vernehmen nach. Für die Fortuna wäre eine solche Summe ohnehin nicht erschwinglich. Eine weitere Leihe kommt vor allem für den Spieler selbst nicht infrage. Es bleibt also kompliziert. Und die Tendenz geht trotz des intensiven Werbens der Düsseldorfer dahin, dass Lukebakio seine Künste in der kommenden Saison bei einem anderen Klub präsentieren wird.