Timo Werner ist derzeit in aller Munde. Der 21-Jährige traf in der neuen Saison in vier Spielen für RB Leipzig bereits viermal und auch in der deutschen Nationalmannschaft läuft es für den pfeilschnellen Stürmer blendend. Am heutigen Mittwochabend tritt er zum ersten Mal auf der ganz großen Bühne Europas auf. Die Sachsen empfangen die AS Monaco in der Champions League.

Bei entsprechenden Leistungen kann es für Werner – und seinen Marktwert – also nur weiter nach oben gehen. Daran will der 21-Jährige derzeit aber nicht denken. „Mein Ziel ist nicht, in der Champions League Tore zu schießen, um dann 100 Millionen Euro und mehr zu kosten. Ich werde auch nicht nach jedem Tor und jeder Vorlage in der Kabine sitzen und bei Transfermarkt nachschauen, ob mein Marktwert wieder um 10 Millionen Euro gestiegen ist“, erklärt Werner im Interview mit der ‚Sport Bild‘.

Wenn es nach den Leipzigern geht, wird das Thema Transfer auch in der nächsten Zeit nicht aufkommen. Man möchte den 2020 auslaufenden Vertrag des Torjägers schnellstmöglich verlängern. „Natürlich schaue ich mir das Angebot an. Wenn ich jetzt nicht verlängere, heißt das nicht, dass ich im Sommer wechsle“, scheint die Tendenz beim gebürtigen Stuttgarter derzeit auch tatsächlich in Richtung Verbleib zu gehen.

Versprechen will Werner jedoch nichts: „Auf der anderen Seite heißt es ja oft nicht, dass man fünf Jahre bleibt, wenn der Vertrag noch fünf Jahre läuft. Im Fußball geht es so schnell, da weiß man nie, wo man morgen ist. Aber ich fühle mich bei RB extrem wohl und möchte noch eine Zeit lang hier spielen.“ Für die Zukunft hat der 21-Jährige klare Ziele. „Natürlich will ich irgendwann einmal bei einem ganz großen Klub spielen.“

Bayern-Transfer noch kein Thema

Von der ‚Sport Bild‘ danach gefragt, welche Klubs nach dieser Definition infrage kämen, hält sich Werner nicht zurück. Atlético und Real Madrid, der FC Barcelona, der FC Arsenal, Manchester United, der FC Chelsea, Tottenham Hotspur, der FC Liverpool und Manchester United gehören für den Ex-Stuttgarter zum erhabenen Kreis. Bayern München nimmt offenbar eine Sonderrolle ein: „Der FC Bayern ist auch ein großer Verein, ist aber für mich auch kein Thema, mit dem ich mich beschäftige.“

Zumindest die Königlichen haben offenbar bereits ein Auge auf Werner geworfen. Im Falle eines Transfers müsste man jedoch tief in die Tasche greifen. RB ist weniger als andere Vereine auf Transfereinnahmen angewiesen. Zudem verfügt der Spieler über keine Ausstiegsklausel. Eine frei verhandelbare Ablösesumme könnte dann bei der aktuellen Marktsituation tatsächlich im dreistelligen Millionenbereich liegen. Dann wäre Werner wieder in aller Munde.