Der zurückliegende Transfermarkt hat tiefe Spuren hinterlassen. In Fußballeuropa ist man sich einig, dass sich die Ereignisse des Sommers nicht wiederholen dürfen. Ein erster Schritt: Das Transferfenster soll vor Saisonbeginn schließen. In der Premier League wurde dieses Vorhaben bereits in die Tat umgesetzt.

Auch in Deutschland stößt dieser Vorschlag auf Gegenliebe. „Der FC Bayern unterstützt diese Initiative ausdrücklich“, betont Klubchef Karl-Heinz Rummenigge im jüngst erschienenen Stadionheft ‚Bayern-Magazin‘. Der Rekordmeister hatte seine Einkäufe im Transfersommer bereits vorzeitig erledigt. Einzig die Leihe von Renato Sanches an Swansea City erfolgte nach Saisonbeginn.

Rummenigge knüpft seine Unterstützung jedoch an eine Bedingung: „Es muss zu einer europaweit einheitlichen Lösung kommen, unabhängig vom Saisonstart der einzelnen Ligen. Ein gemeinsames Ende der Transferperiode zum 31. Juli würde auch dazu beitragen, mehr Vernunft und Rationalität in den Fußball zurückzubringen.“

Am kommenden Mittwoch spielen die Bayern ausgerechnet gegen den Klub, der die zitierte Vernunft und Rationalität am ehesten mit Füßen getreten hat: Paris St. Germain. „So sehr habe ich mich seit langem nicht mehr auf ein Champions-League-Spiel gefreut“, erklärt Rummenigge. Das neue Starensemble der Pariser sieht er in der Favoritenrolle: „Den Druck hat vor allem PSG. Wer soviel Geld in die Hand nimmt, muss die Champions League gewinnen.“ PSG hat bisher jedes Pflichtspiel in der laufenden Saison gewonnen.