Simon Deli von Slavia Prag hätte laut ‚kicker‘ im Doppelpack mit Jaromir Zmrhal den Weg an den Maschsee finden können. Tat es aber nicht, weil Manager Horst Heldt, Trainer André Breitenreiter und der Sportliche Leiter Gerry Zuber andere Pläne verfolgten.

Die Sportliche Führung setzte alles auf einen Spieler: Ihlas Bebou von Fortuna Düsseldorf. Erst kurz vor Ende der Transferperiode sickerte durch, dass die Niedersachsen Favorit auf eine mögliche Verpflichtung des Togolesen sind. Die Fortuna aber beharrte auf ihrer Ablöseforderung von fünf Millionen Euro, wenngleich diese zunächst als Mondpreis erschien.

Da die Hannoveraner aber gänzlich überzeugt von den Qualitäten des 23-Jährigen waren, erfüllten sie die Forderungen der Flingeraner. Man zahlte 4,5 Millionen Ablöse, die auf fünf Millionen anwachsen können. Auch deshalb wurde nichts aus der Verpflichtung von Liverpool-Talent Ryan Kent, den es letztlich nach Freiburg zog.

Dabei bastelte Martin Andermatt, Supervisor und Aufsichtsratsmitglied, dem Fachblatt zufolge im Hintergrund an genannten günstigeren Lösungen. Ein Fakt, den Präsident Martin Kind rückblickend als „gewisse temporäre Irritationen“ abtut. Nach zehn Spieltagen bleibt festzuhalten: Es scheint, dass bei 96 alles richtig gemacht wurde, und das Risiko belohnt wird. Fünfmal traf Bebou, zuletzt doppelt gegen Dortmund. Der rasant schnelle Nationalspieler von Togo bereichert die Offensive und hat alle Voraussetzungen, ein sehr guter Bundesligaspieler zu werden.