Lange Zeit standen mit Marcel Schmelzer und Julian Weigl zwei prominente Namen bei Borussia Dortmund ganz oben auf der Abschussliste. Schmelzer lief in abgelaufenen Bundesliga-Saison nur neunmal für den BVB auf. In der Rückrunde kam der 31-Jährige sogar nur auf 28 Einsatzminuten bei drei Kurzeinsätzen.

Selbst in personeller Not griff der Lucien Favre lieber auf Abdou Diallo oder Raphaël Guerreiro hinten links zurück, die auf der ungeliebten Position beileibe nicht überzeugten. Mit Blick auf die Verpflichtung von Nico Schulz von der TSG Hoffenheim wird sich Schmelzer auch in der kommenden Spielzeit zumeist auf der Bank wiederfinden. Nun hat sich der gebürtige Magdeburger laut ‚Bild‘ dennoch dazu entschieden, in Dortmund zu bleiben.

Sportdirektor Michael Zorc gibt zu verstehen: „Es waren sicher nicht Marcels letzten Spiele für Borussia. Er ist einer, der sich komplett mit Dortmund identifiziert.“ Tatsächlich besitzt Schmelzer ein hohes Ansehen in der Kabine und wird als Motivator geschätzt. So könnte er als Schulz-Backup seinen bis 2021 datierten Vertrag weiterhin erfüllen, wenngleich er mit 3,5 Millionen Euro Jahresgehalt ein teurer Reservist wäre.

Auch Weigl-Abschied vom Tisch?

Ähnlich sieht die Sache bei Julian Weigl aus. Der 23-Jährige hat sich nach einer schwierigen Hinrunde zurück in die Startelf gekämpft. Notgedrungen als Innenverteidiger aufgestellt war er im Saisonfinale gesetzt. Dennoch sieht Weigl seine Zukunft als Ballverteiler im Mittelfeld. Dort sind allerdings Axel Witsel und Thomas Delaney gesetzt, zudem sucht der BVB weiterhin nach einem offensiv ausgerichteten Sechser.

Dass sein früherer Förderer Thomas Tuchel ihn gerne zu Paris St. Germain holen würde, ist derweil kein Geheimnis. Im Winter blockte der BVB jeden Versuch seitens des französischen Meisters ab. An dieser Haltung hat sich laut ,kicker’ nichts verändert. „Im Gegenteil: Er soll – wenn es nach dem Willen der Verantwortlichen geht – bleiben“, berichtet das Sportmagazin in seiner Montagsausgabe. Angesichts des Financial Fairplay muss die Klubführung in Paris ohnehin abwägen, ob mit Weigl ein weiterer Transfer getätigt werden kann.