Die Spekulationen um Julian Draxler sind in den zurückliegenden Wochen deutlich abgeebbt. Der Grund: Seine Ausstiegsklausel über 45,5 Millionen Euro gilt nicht für den Winter. Potenzielle Interessenten können also erst wieder im kommenden Frühjahr an dem 20-jährigen Ausnahmetalent baggern. Bis Mitte Juni kann Draxler nach Informationen der ‚Sport Bild‘ die Option auf einen vorzeitigen Wechsel ziehen.

Was im Januar auf dem Transfermarkt geschieht wäre also unabhängig von Entwicklungen um den deutschen Nationalspieler. Kommen könnte dann laut der ‚Sport Bild‘ Kevin de Bruyne vom FC Chelsea. Der Belgier, der zuletzt dreimal nicht im Kader von José Mourinho stand, ist nach starkem Start erst einmal außen vor. Schlechte Trainingsleistungen und mangelndes Verständnis für das von ihm geplante System seien die Gründe, konstatierte Mourinho vor einigen Tagen.

De Bruyne, soviel ist sicher, würde Jens Kellers Optionen im Offensivbereich deutlich erweitern. Mit ihm und Draxler sowie Kevin-Prince Boateng, Max Meyer, Jefferson Farfán und Christian Clemens stünden dann sechs Spieler für die Dreierreihe hinter der einzigen Spitze zur Verfügung. Was auf den ersten Blick nach großem Gedränge aussieht, könnte sich aber schnell wieder aufklaren. Denn sowohl Boateng als de Bruyne können durchaus auf der Doppel-Sechs oder bei offensivem Auftreten auf der Acht agieren.

Hinzu kommt, dass Horst Heldt nicht absehen kann, wie sich Draxler im Sommer entscheiden wird. „Zwar wird es sicher wieder Interessenten geben, doch schon im vergangenen Sommer hat Julian Angebote ausgeschlagen. Warum nicht dieses Mal auch? Er ist noch so jung und weiß, dass er sich bei uns genau richtig entwickeln kann“, sagt der Schalker Manager. Ein Vorgriff mit de Bruyne wäre sicherlich trotzdem nicht die schlechteste Wahl.

Ebenfalls interessiert zeigt sich der VfL Wolfsburg. „Wir haben unser Interesse an Kevin de Bruyne im Sommer bekundet. Da war schon klar, dass er zu Chelsea zurückgeht“, sagt Klaus Allofs, „jetzt spielt er dort nicht und wir müssen sehen, was geschieht.“