Für Marco Reus hatte am vergangenen Samstag eine neun Monate lange Leidenszeit ein Ende. Zum ersten Mal seit seiner Kreuzbandverletzung aus dem DFB-Pokal-Finale im vergangenen Jahr stand der 28-Jährige für Borussia Dortmund auf dem Platz – und das gleich in der Startelf.

Beim BVB feiert man die Rückkehr seines Stars, der in den kommenden Monaten auf und abseits des Platzes zur Schlüsselfigur werden könnte. Reus‘ Vertrag läuft 2019 aus und eine Verlängerung ist für die Sportliche Leitung alles andere als ein Selbstläufer. Laut ‚kicker‘ zieht sich die Aufnahme der Verhandlungen. Ein bereits geplantes Gespräch mit Berater Dirk Hebel wurde demnach abgesagt.

Reus wolle nach erfolgreichem Comeback erst wieder regelmäßig auf dem Platz stehen. „Vorher will er sich damit nicht belasten“, bestätigt Sportchef Michael Zorc. In den kommenden Monaten wird Reus jedoch nicht nur mit seiner eigenen sportlichen Entwicklung, sondern mit der des gesamten Teams beschäftigt sein. Findet der BVB endgültig zurück in die Erfolgsspur, würde sich Reus bei der Unterzeichnung des wohl letzten großen Vertrags seiner Karriere weniger schwertun.

Auch die personellen Entwicklungen beim BVB werden für Reus eine Rolle spielen. Die von Klubchef Hans-Joachim Watzke angesprochene und oft zitierte „Kader-Justierung“ im Sommer wird Reus mit Interesse beobachten. Im Fokus scheint ein Mentalitätsspieler zu stehen.

Gute Karten für Stöger

Genauso wie die Trainerfrage. Stand jetzt und bei anhaltender positiver Entwicklung hat Peter Stöger offenbar gute Chancen, über den Sommer hinaus im Amt zu bleiben. „Wenn er weiterhin kein Spiel verliert, wären wir schön blöd, wenn wir das nicht fortsetzen würden“, erklärte Watzke am gestrigen Sonntag bei ‚Sky‘. Es gebe keinen Kontakt zu anderen Trainer und Stöger sei die erste Wahl. Ob der BVB auch für Reus die erste Wahl ist, werden die kommenden Monate zeigen.