Als Khalid Boulahrouz 2008 zum VfB Stuttgart wechselte, war die Kasse des Klubs gut gefüllt. Die Schwaben hatten sich als amtierender Meister gerade für die Europa League qualifiziert, zahlten hohe Ablösesummen und boten üppige Verträge. Entsprechend gut dotiert ist der Kontrakt des Rechtsverteidigers, der im kommenden Sommer ausläuft.

Weil sich der Wind am Neckar mittlerweile gedreht hat, deutet vieles darauf hin, dass Boulahrouz kein neues Arbeitspapier erhält. Manager Fredi Bobič ist angehalten, die Kaderkosten zu reduzieren, was damit einhergeht, Topverdiener wie den Niederländer abzugeben oder zumindest ihre Gehälter zu beschneiden. Zudem muss der Wintereinkauf Vedad Ibišević, der immerhin fünf Millionen Euro Ablöse gekostet hat, finanziell kompensiert werden.

Um einen neuen, zahlungskräftigen Arbeitgeber braucht sich Boulahrouz aber offenbar nicht zu sorgen. Laut dem niederländischen ‚Voetbal International‘ sowie diversen italienischen Medien beobachtet der AC Mailand die Situation um den Niederländer ganz genau. Demnach hat der amtierende Meister der Serie A Boulahrouz schon seit geraumer Zeit im Auge. Milan sucht Alternativen zu den gestandenen Größen wie Philippe Mexès, zumal der Kontrakt des alternden Alessandro Nesta (36) im Sommer ausläuft und Thiago Silva beim FC Barcelona oben auf der Wunschliste steht.

Für Boulahrouz spreche seine Vielseitigkeit, heißt es aus Italien. Der Niederländer ist in der Defensive flexibel einsetzbar, er kann sowohl in der Zentrale als auch auf der rechten Außenbahn verteidigen. Mit 35 Länderspielen und den Stationen Hamburger SV, FC Sevilla und FC Chelsea bringt er zudem die nötige internationale Erfahrung mit.