Für Kevin Kuranyi ist es eine Rückkehr in seine alte Heimat. Am heutigen Mittwochabend spielt der Stürmer mit seinem Klub Dinamo Moskau beim VfB Stuttgart, dem Verein, bei dem er groß geworden ist. „Ich habe schon 80 Karten für Mittwoch bestellt, es werden wahrscheinlich noch mehr. Es wird einen Kuranyi-Block geben“, sagt Kuranyi gegenüber der ‚Bild‘.

Für den VfB kam der 30-Jährige insgesamt in 99 Partien (40 Tore) der höchsten deutschen Spielklasse zum Einsatz. Wenn es nach Kuranyi geht, würde er offenbar gerne eine dreistellige Zahl daraus machen. „Alles ist möglich“, erklärt der ehemalige Nationalspieler vielsagend, „das ist immer noch meine Stadt. Da gehört meine Familie hin. Hier habe ich so viele Freunde. Erst wenn man mal weiter weg ist, lernt man alles an dieser Stadt zu schätzen.“

Auch in Stuttgart hat man trotz seines Abgangs zum FC Schalke im Jahr 2005 gute Erinnerungen an Kuranyi. „Es wird sich zeigen, wohin sein Weg führt. Kevin ist immer unermüdlich, sorgt für die spezielle Note. Ich fand es schade, dass er plötzlich aus der Nationalmannschaft weg war. Er hätte uns gut getan“, so das Urteil von Fredi Bobic. Sollte der Manager Ähnliches in Bezug auf den VfB denken, wäre eine Rückkehr des Deutsch-Brasilianers durchaus vorstellbar.