Ein Ersatzkeeper, der mit zur WM fährt? Was angesichts von Deutschlands Überangebot auf der Torhüter-Position zunächst abwegig klingt, ist im Fall von Kevin Trapp tatsächlich ein denkbares Szenario. Beim französischen Giganten Paris St. Germain ist der Saarländer hinter Alphonse Areola nur die Nummer zwei, für die Rolle des dritten WM-Torhüters aber noch immer in der Verlosung.

Ein Umstand, der zeigt, wie hoch das Ansehen Trapps hierzulande immer noch ist, unabhängig von den Präferenzen von PSG-Coach Unai Emery. So hoch, dass er nun schon seit einigen Monaten als Kandidat bei Borussia Dortmund gilt. Hierzulande mäkelt man bekanntlich schon länger an den Fähigkeiten von BVB-Stammkeeper Roman Bürki.

„Dortmund ist ein großer Verein“

Nun hat Trapp in der ‚Bild‘ selbst Stellung zu den Spekulationen bezogen. „Denkbar ist vieles. Ich komme aus Deutschland. Klar ist die Bundesliga für mich interessant. Dortmund ist ein großer Verein.“ Allerdings: Schon aus technischen Gründen lässt sich ein Transfer vor der WM nicht mehr realisieren. „Die Transferperiode ist gerade zu Ende gegangen, das ist jetzt kein Thema.

Was bleibt Trapp also übrig, sich auch in den nächsten Monaten dem Konkurrenzkampf bei PSG zu stellen? Kein Wunder, dass er sich in branchenübliche Weisheiten flüchtet. „Ich habe mich jetzt bewusst für Paris entschieden. Ich habe hier noch zweieinhalb Jahre Vertrag – und das respektiere ich natürlich auch. Als ich für fünf Jahre unterschrieben habe, habe ich mir dabei ja auch was gedacht. Ich wollte hier mit dem Verein wachsen.

FT-Meinung: Klar ist in der heutigen Zeit: Einen Vertrag zu respektieren heißt nicht zwangsläufig, ihn auch zu erfüllen. Es muss schon viel passieren, damit die Wechselgerüchte um Trapp abreißen. Sein Trainer braucht einen Sinneswandel und er selbst im PSG-Tor regelmäßige und starke Leistungen – so stark, dass die Franzosen dann auch von ihren Plänen abrücken, eine neue Nummer eins zu verpflichten.