Bei seiner Ankunft hatte Thomas Tuchel angekündigt, den zahlreichen Talenten aus dem PSG-Internat Chancen einzuräumen. Und der deutsche Coach hielt Wort. Vor allem in Abwesenheit der WM-Stars führte Tuchel einige Juwele deutlich näher an den Kader heran – unter anderem die beiden Linksverteidiger Sanley Nsoki (19) und Colin Dagba (20).

Dann allerdings schlugen die Pariser am Deadline Day auf dem Transfermarkt zu. Vom FC Bayern München kam für 14 Millionen Euro Juan Bernat, der künftig links hinten gesetzt sein dürfte. Für Nsoki und Dagba gilt es nun abzuwarten, was die kommenden Monate bringen. Zur Einordnung: Auch Layvin Kurzawa wird im Laufe der Hinrunde wieder zum Kader stoßen. Im Januar könnte deswegen ein Leihgeschäft zum Thema werden, auch wenn Nsoki in Kürze seinen ersten Profivertrag unterzeichnen wird.

Bundesligisten lauern

Ein besonders aufmerksames Auge werden Borussia Dortmund und RB Leipzig nach Paris richten. Die beiden Bundesligisten bekunden Interesse an den PSG-Talenten. Dagba steht beim BVB auf der Liste, Nsoki hat sich in den Fokus der Leipziger gespielt.

PerspektivischFT-Meinung: Es ist das bekannte Übel, das talentierten Eigengewächsen bei den Weltklubs widerfährt. Der dauerhafte Weg in den Profikader ist steinig. Dagba und Nsoki könnten wie so viele französische Talente den Umweg über die Bundesliga nehmen. Noch muss man allerdings die Entwicklung abwarten. Im Januar öffnet sich dann erneut das Transferfenster.