Das Werben von Juventus Turin um Mahmoud Dahoud nimmt Formen an. Wie die italienischen Tageszeitungen ‚Corriere dello Sport‘ und ‚La Stampa‘ unisono berichten, war Juve-Sportdirektor Fabio Paratici gestern zu Gast im Borussia-Park, um den 20-jährigen Mittelfeldakteur der Fohlen live unter die Lupe nehmen zu können.

Und Dahoud wusste gegen Manchester City (1:1) in der Champions League durchaus zu überzeugen. Zumindest in Halbzeit eins, als er sich nach Balleroberung mit Tempoläufen immer wieder in Szene setzen konnte. Dem Spiel des Deutsch-Syrers tut es sichtlich gut, neben dem defensiv orientierten Tobias Strobl aufzulaufen. In der 60. Minute holte ihn Trainer André Schubert dann vom Platz, da er unter dem zu Pingeligkeiten neigenden Schiedsrichter Cüneyt Cakir Gelb-Rot gefährdet war.

Kann die Borussia der Versuchung widerstehen?

Dahouds Vertrag bei der Borussia ist bis 2018 datiert. Eine Ausstiegsklausel erlaubt es dem Supertalent aus dem Fohlenstall aber, den Verein im Sommer 2017 für festgeschriebene zehn Millionen Euro zu verlassen. Gladbachs Mission mit seinem Eigengewächs ist derweil klar: Man will vor dem kommenden Sommer mit ihm verlängern. Ein Wechsel im Winter sei kein Thema, erklärte Manager Max Eberl zuletzt. Im ‚kicker‘ unterstrich er jüngst: „Es gab und gibt kein Angebot von irgendeinem Klub.“ Die Wahrscheinlichkeit, dass Dahoud die Borussia im Winter verlässt liege „Stand heute“ bei „null Prozent“.

Neben den Bianconeri wurde in der jüngeren Vergangenheit auch Manchester City und dem FC Liverpool Interesse an Dahoud nachgesagt. Ebenso wie Borussia Dortmund. Die ‚Bild‘ berichtete, der BVB bereit ein Angebot über 15 Millionen Euro plus Nuri Sahin vor.

FT-Meinung: Die Borussia ist eigentlich nicht gewillt, Dahoud schon im Winter zu verkaufen. Signalisiert der 20-Jährige aber, kein Interesse an einer Vertragsverlängerung zu haben, dürfte die Gladbacher Führung nervös werden. Denn winken Juve oder die Engländer mit Schecks jenseits der 25 Millionen Euro, ist die Versuchung groß, die Wirtschaftlichkeit siegen zu lassen – wie im Sommer bei Granit Xhaka.