Frank Baumann möchte den aufgeblähten Kader des SV Werder Bremen ausdünnen. Eigentlich hatte er sich schon für den Sommertransfermarkt vorgenommen, einige Profis von der Gehaltsliste zu streichen. Doch der Plan schlug fehl, weil einige Wechselkandidaten schlichtweg nicht bereit waren, bei anderen Arbeitgebern auf Teile ihres Einkommens zu verzichten. „Wir haben leider einige Profis mit gut dotierten Verträgen, die sich in Bremen sehr wohl fühlen“, schimpfte Baumann in der vergangenen Woche.

Für die Transferperiode im Januar laufen die Planungen bislang vielversprechender. „Es kommt Bewegung rein. Richtig los geht es aber erst im Januar“, erklärt der Werder-Sportchef in der ‚Bild‘. Der Zeitung zufolge bastelt Baumann am Verkauf von fünf Spielern, die unter Trainer Alexander Nouri keine Rolle mehr spielen: Fallou Diagne, Sambou Yatabaré, Thanos Petsos, Melvyn Lorenzen und Lukas Fröde.

Grundsätzlich bestehe allerdings nicht bei allen Genannten die Bereitschaft zu wechseln, so Baumann: „Es waren nicht alle glücklich. Einige rechnen sich Chancen aus, zu spielen. Andere fühlen sich in Bremen wohl. Aber keiner hat es komplett abgelehnt.“ Nach FT-Informationen gestaltet sich vor allem der Wiederverkauf von Sommerneuzugang Diagne schwierig. Der Innenverteidiger will sich nicht verleihen lassen, auch ein Wechsel in die zweite Liga ist kein Thema.

Kein Hajrovic-Ersatz?

Im Zuge der Kaderverkleinerung ist deshalb auch nur logisch, dass Werder offenbar nicht auf die schwere Verletzung von Izet Hajrovic reagieren möchte. „Da wird nichts passieren“, sagt Baumann im ‚Weser-Kurier‘ mit Blick auf die Verpflichtung eines neuen Außenstürmers. Im Kader stehen neben den Stammkräften Serge Gnabry und Fin Bartels noch der bislang glücklose Florian Kainz sowie Justin Eilers, der sich mit den Folgen einer Hüftverletzung herumplagt. Beide sind allerdings für die Rückrunde als ernsthafte Alternativen eingeplant.