Bis 2023 hat Timo Werner bei RB Leipzig unterschrieben. Das Arbeitspapier enthält zwar eine Ausstiegsklausel, Planungssicherheit hat der sächsische Bundesligist aber nun dennoch. Bedanken dürfen sich die Leipziger dafür wohl auch bei Joachim Löw. Denn der Bundestrainer redete Werner ins Gewissen.

Der Bundestrainer sieht das alles mit etwas Abstand, deswegen kann ich mit ihm sehr gut über solche Themen sprechen, ihn alles fragen“, berichtet der Stürmer gegenüber der ‚Sport Bild‘. Löw sah wohl allen voran in der Personalie Julian Nagelsmann einen guten Grund für Werner, in Leipzig zu bleiben:

Jogi Löw hat gesagt, dass er von ihm sehr angetan ist und weiß, dass Julian Nagelsmann Spieler weiterentwickeln kann. Mit Niklas Süle oder Serge Gnabry hat er mir Beispiele genannt, bei denen das sehr gut geklappt hat. Er hat mir auch gesagt: Egal, wie ich mich entscheiden werde, es sei kein Rückschritt, in Leipzig zu verlängern. Er hält Julian Nagelsmann für einen Trainer mit Potenzial, der mich weiterbringen kann.“

Zukünftiger Maulkorb?

Fortlaufend wurde Werner den Sommer über mit einem Wechsel zum FC Bayern in Verbindung gebracht. Grund dafür war nicht zuletzt seine Aussage, dass in Deutschland nur ein Verein für ihn infrage käme. Gemeint war der Rekordmeister.

Der 23-Jährige merkt aber an: „Ich habe in dem Interview erklärt, dass es zum damaligen Zeitpunkt neben den englischen und spanischen Topklubs in Deutschland quasi nur einen Verein für mich gäbe. Anschließend wurde die Aussage zu Bayern hervorgehoben – und jene zu den anderen Klubs einfach weggelassen.“

Werner hat seine Lehren daraus gezogen, wie er zugibt: „Wir möchten immer ehrliche, authentische Spieler, aber im Endeffekt lehrt mich der Vorgang, eher zu schweigen.“ Sprechen lassen will er stattdessen seine Tore. Mit fünf Treffern nach drei Spielen geht dieser Plan bislang voll auf.