Vor einem Jahr schien schon alles fix. Jérôme Boateng stand kurz vor einem Wechsel zu Paris St. Germain. Doch im letzten Moment machte der FC Bayern dem Weltmeister einen Strich durch die Rechnung.

Ich war mit dem Kopf schon weg. Wenn du eine so sichere Zusage bekommst und eine adäquate Summe bezahlt wird, es plötzlich aber Nein heißt, bricht etwas in dir zusammen“, erinnerte sich Boateng kürzlich im ‚kicker‘.

Innenverteidiger Nummer vier

Die Situation hat sich für den 30-Jährigen seitdem nochmal verschlechtert. Trainer Niko Kovac „plant primär mit Niklas Süle, Lucas Hernández und Benjamin Pavard“ in der Innenverteidigung, sagte kürzlich Klub-Boss Karl-Heinz Rummenigge.

Uli Hoeneß hatte sich zuvor noch eindeutiger geäußert. „Ich würde ihm als Freund empfehlen, den Verein zu verlassen. Er braucht eine neue Herausforderung, er wirkt wie ein Fremdkörper“, so der Präsident bei der Double-Feier.

Schnäppchenpreis

Boateng, der sich mit Niko Kovac und Hasan Salihamdizic überworfen haben soll, würde laut ‚Sport Bild‘ für 15 Millionen Euro die Freigabe erhalten – wenn sich denn ein geeigneter Klub findet.

Da der Rechtsfuß aber jährlich elf Millionen Euro Gehalt bezieht, entpuppt sich dieses Unterfangen als schwierig. Zu häufig war der einstige Weltklassemann zuletzt verletzt, zu sehr büßte er an Schnelligkeit ein.

Wunschziel PSG

Geht es nach Boateng, soll es nun am liebsten doch noch mit einem Wechsel zu PSG klappen. Laut ‚France Football‘ träumt der Weltmeister von Thomas Tuchels Paris und wartet auf ein Zeichen des französischen Meisters.

Dass dieses kommt, ist jedoch unwahrscheinlich. Innenverteidiger Abdou Diallo kommt von Borussia Dortmund. Und darüber hinaus stehen bereits Marquinhos, Thiago Silva, Presnel Kimpembe und Thilo Kehrer unter Vertrag.

„Situationen verändern sich schnell“

Boateng muss sich also gedulden, erstmal weilt er ohnehin mit dem FCB in den USA. Ende Mai sagte der Ex-Nationalspieler, er könne sich „klar vorstellen, dass es auch bei Bayern weitergehen kann. Situationen verändern sich schnell.“

Doch dieses Szenario ist unwahrscheinlich. Die Aussagen der Vereinsbosse haben das Tischtuch unzweifelhaft zerschnitten. Boateng muss jedoch bereit sein, Gehaltseinbuße in Kauf zu nehmen, um andernorts kein „Fremdkörper“ mehr zu sein. Am liebsten bei PSG.