Der große Gewinner der Achtelfinals des DFB-Pokal heißt Nils Petersen. Mit zwei Treffern krönte der Stürmer von Energie Cottbus seinen Gala-Auftritt gegen den VfL Wolfsburg. Der Erstligist blamierte sich gegen die in allen Belangen überlegenen Cottbuser – und Petersen denkt nicht mehr an Abschied.

Bei Aufstieg bleibe ich“, jubelt der Topstürmer der zweiten Liga im ‚kicker‘. Die halbe Beletage des deutschen Fußballs ist hinter dem 22-Jährigen her. Auch die ‚Wölfe‘ dachten bereits vor der Niederlage über den Angreifer nach. Er ist neben Srdjan Lakić (1. FC Kaiserslautern) und dem Nürnberger Julian Schieber (Leihgabe des VfB Stuttgart) einer der Kandidaten für die Nachfolge von Edin Džeko.

Für Petersen sind solche Spekulationen uninteressant. „Wir haben gezeigt, dass wir erstligatauglich sind“, kommentiert er das Spiel und betont, dass er erst über seine Zukunft entscheiden wird, wenn klar ist, in welcher Liga Energie nächste Saison spielt. Derzeit liegt Cottbus im Aufstiegsrennen auf Rang 3, zwei Punkte trennen die Lausitzer von der Spitze.

Neben Wolfsburg werfen die üblichen Verdächtigen Bayer Leverkusen und TSG Hoffenheim ebenfalls ein Auge auf den Shooting-Star. Schon vor der laufenden Saison schlug er Angebote der beiden Bundesligisten aus. Mittlerweile soll auch der FC Bayern München seine Fühler ausgestreckt haben.

Fraglich ist, ob sein Verein tatsächlich Interesse daran hat, Petersen auch nach der laufenden Saison zu halten. Das Geld in der Lausitz ist knapp, Petersen würde bei einem Transfer nützliche Millionen in die Kassen spülen. Bislang präferierte Klub-Präsident Ulrich Lepsch einen Transfer am Saisonende mit anschließender Leihe zurück nach Cottbus. Ähnlich dem Verfahren mit Moritz Leitner von 1860 München, der bereits bei Borussia Dortmund unter Vertrag steht, jedoch noch für die ‚Löwen‘ auf Punktejagd geht.



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