Martin Schmidt ist seinem Arbeitgeber zuvorgekommen. Der VfL Wolfsburg teilt mit, dass der Schweizer nicht länger Trainer der abstiegsbedrohten Niedersachsen ist und seinen Rücktritt eingereicht hat.

VfL-Sportdirektor Olaf Rebbe erläutert die Entscheidung: „Martin Schmidt will mit seinem Rücktritt den Weg freimachen, damit der VfL mit einem neuen Cheftrainer schnellstmöglich den Klassenerhalt sichern kann. Wir hätten dieses Ziel nur allzu gerne mit ihm selbst erreicht, aber wir konnten ihn nicht von seiner Entscheidung abbringen. Diese entschlossene Haltung gilt es jetzt zu respektieren, wenngleich ich zugeben muss, dass mich dieser Schritt enttäuscht – auch gerade weil er unser Wunschtrainer für den VfL war. Wir richten den Fokus jetzt weiter voll auf das Spiel am Freitagabend in Mainz.“

Schmidt hatte erst im September das Erbe von Andries Jonker angetreten. In 22 Partien fuhr der 50-Jährige lediglich fünf Siege ein. Der Vorsprung auf den Relegationsplatz beträgt nach der Pleite gegen Bayern München (1:2) nur noch einen Zähler.

Fraglich ist derweil noch die Zukunft von Rebbe. Auch der Sportdirektor sieht sich massiver Kritik entgegengesetzt. Als potenzielle Nachfolger wurden bereits Horst Heldt (Hannover 96) und der Ex-Kölner Jörg Schmadtke gehandelt.