Nach 33 Minuten war der Arbeitstag von Sebastian Rudy am gestrigen Samstag schon wieder beendet. Beim Stand von 1:2 aus Sicht des FC Schalke 04 im Spiel beim FC Bayern München wechselte Trainer Domenico Tedesco den 28-Jährigen für Omar Mascarell aus. Das Spiel endete 1:3.

Rudy selbst, der in der Saison 2017/18 für den Rekordmeister gespielt hatte, zeigte sich von der Entscheidung seines Übungsleiters nur wenig begeistert. Manager Christian Heidel springt Tedesco jedoch vehement zur Seite. „Der Junge ist keine 18 Jahre alt, der ist 28, der ist Profi. Das ist anderen auch schon passiert. Da muss er durch. Ich kann mir nicht vorstellen, dass der Trainer in dem Moment darauf achtet, in welchem Stadion wir hier spielen“, so Heidel laut ‚Funke Sport‘, „es geht darum, durch eine Auswechslung eine Verbesserung herbeizuführen.“

Einmal in Fahrt gekommen legt der 55-Jährige nach: „Er muss ganz einfach besser Fußball spielen. Ich unterstelle Sebastian nicht, dass er zu wenig Leidenschaft hat. Aber da muss ein bisschen mehr Power rein. In München ist das mit 60 Prozent Ballbesitz etwas einfacher. Bei uns muss der Sebastian sein Spiel umstellen.“ Heidel fasst zusammen: „Da muss ein bisschen mehr kommen.“

Rudy war zu Saisonbeginn für 16 Millionen Euro von den Bayern nach Schalke gewechselt. Der versprochene Königstransfer ist bisher jedoch eher ein Rohrkrepierer. In zwölf Bundesligaspielen stand der 28-Jährige bisher für die kriselnden Schalker auf dem Platz. Eine Torbeteiligung steht nicht zu Buche.