Mickrige 564 Minuten stand Marcel Schmelzer in der abgelaufenen Saison auf dem Bundesliga-Rasen. Der einstige Dauerbrenner hinten links ist nur noch Mitläufer bei Borussia Dortmund. Nur logisch, dass der 31-Jährige trotz Vertrag bis 2021 mit einem Abschied in Verbindung gebracht wird.

Manager Michael Zorc stellt im Interview mit der ‚WAZ‘ aber klar, dass er den Ex-Kapitän weiterhin als wichtige Stütze sieht – ungeachtet der Reservistenrolle: „Ich halte große Stücke auf Marcel, in jeglicher Hinsicht. Er hat sich, obwohl er nicht gespielt hat, immer tadellos verhalten. Nicht nur neben dem Platz, er hat auch konsequent erstklassige Trainingsleistungen gezeigt. Er ist ein wichtiger Faktor für uns, auch in der Kabine. Er verkörpert ein Höchstmaß an Identifikation mit Borussia Dortmund. Ich möchte Marcel weiter beim BVB sehen.“

Gleiches gilt für Julian Weigl, der von Trainer Lucien Favre in die Innenverteidigung versetzt wurde und schon im Winter mit einem Weggang geliebäugelt hatte. „Julian hat einen langfristigen Vertrag bei uns, und wir haben überhaupt keine Intention, irgendetwas daran zu ändern“, will Zorc von einem Verkauf nichts wissen. Die Botschaft geht vor allem in Richtung von Paris St. Germain und Manchester City, die Interesse haben sollen.

Guerreiro in der Warteschleife

Bei Raphaël Guerreiro dagegen ist nach wie vor offen, wohin die Reise geht. Der portugiesische Europameister besitzt nur noch einen Vertrag bis 2020. Entweder der BVB verlängert diesen oder Guerreiro wird verkauft. Die Situation sei „noch ungeklärt“, so Zorc. Offenbar hat man sich in Dortmund noch nicht final entschieden, ob Guerreiro an Bord bleiben soll. Denkbar, dass die Borussen noch ein anderes Ass im Ärmel haben.