Torwart

Kasper Schmeichel (Leicester City): Vier Spiele, viermal zu null. Bis zu seinem Handbruch hielt der dänische Schlussmann seinen Kasten in der Champions League sauber. Seine Vertreter Ron-Robert Zieler und Ben Hamer kassierten anschließend sechs Buden in zwei Partien. Ein Beleg dafür, welche Ruhe Schmeichel auf die Hintermannschaft der Foxes überträgt.

Abwehr

Jonathan Tah (Bayer Leverkusen): Dass die Werkself bereits nach dem fünften Spieltag für das Achtelfinale planen konnte, hing weniger mit einem furiosen Sturmlauf, sondern vielmehr mit einer soliden Defensivarbeit zusammen. Als Fels in der Brandung erwies sich dabei Youngster Tah, der insbesondere beim 1:0-Sieg im Wembley-Stadion gegen Tottenham Hotspur eine sehr reife Leistung bot.

Leonardo Bonucci (Juventus Turin): Der italienische Abwehrrecke hielt als zentrales Glied der Dreierkette mal wieder eine der besten Defensivreihen Europas beisammen. Das erste Gegentor setzte es für die Bianconeri erst am vierten Spieltag – bezeichnenderweise, nachdem Bonucci zuvor angeschlagen das Spielfeld hatte verlassen müssen. Beim 3:1-Erfolg in Sevilla drei Wochen später trat der 29-Jährige gar als Distanztorschütze und Vorlagengeber in Erscheinung. Seine derzeitige Verletzungspause schmerzt Juve sehr.

Faouzi Ghoulam (SSC Neapel): Der Linksverteidiger entpuppte sich in seiner ersten CL-Saison als verkappter Flügelstürmer. Gleich drei Treffer legte der in Frankreich geborene Algerier für seine Mitspieler auf. Auch defensiv ließ er über seine Seite nicht viel anbrennen. Mit 25 Jahren gelang Ghoulam ein tolles Bewerbungsschreiben auf internationalem Terrain.

Mittelfeld

Fabinho (AS Monaco): Einen Wechsel zu Manchester United lehnte Fabinho im Sommer ab – auch, um mit der AS Monaco in der Königsklasse aufzulaufen. Der zum Sechser umfunktionierte gelernte Außenverteidiger entpuppte sich als Dauerläufer, Antreiber und Abräumer im Mittelfeld der Franzosen. Somit half er entscheidend mit, den ersten Platz in Gruppe E zu erreichen.

Julian Weigl (Borussia Dortmund): Ausgerechnet auf Europas größter Bühne schoss der Jung-Nationalspieler das erste Tor seiner Profikarriere. Mit messerscharfer Präzision erzielte er das 2:0 im Auswärtsspiel bei Sporting Lissabon und legte somit den Grundstein für den Gruppensieg des BVB. Auch in den übrigen Partien seiner ersten CL-Vorrunde überzeugte Weigl als kluger Ballverteiler auf der alleinigen Sechs.

Lionel Messi (FC Barcelona): Fünf Spiele, zehn Tore, zwei Vorlagen. Alle 45 Minuten ein Treffer. Weltklasse.

Mesut Özil (FC Arsenal): Insbesondere Ludogorets Razgrad hatte unter dem neu entdeckten Torjäger-Instinkt des Spielmachers zu leiden. Den Bulgaren schenkte Özil in zwei Partien gleich vier Buden ein. Dazu kommen über die gesamt Vorrunde verteilt drei Vorlagen. Zum Zunge schnalzen: Sein Siegtor zum 3:2 in Razgrad, als der deutsche Nationalspieler in der 88. Minute gleich mehrere Verteidiger samt Torwart umkurvte und anschließend seelenruhig einschob.

Ousmane Dembélé (Borussia Dortmund): Der BVB-Youngster hatte in seiner ersten CL-Saison nur wenig Anpassungsprobleme an das höhere Niveau. In sechs Partien gelangen ihm ebenso viele Torbeteiligungen, verteilt auf einen eigenen Treffer und fünf Assists. Auch in den Duellen mit Real Madrid versteckte sich Dembélé keineswegs, sondern sucht mutig immer wieder das Dribbling.

Angriff

Pierre-Emerick Aubameyang (Borussia Dortmund): Der Gabuner sorgte beim BVB nicht nur für viele Highlights der Vorrunde (vier Treffer), sondern auch für den wohl größten Aufreger. Aufgrund eines Mailand-Trips strich Thomas Tuchel seinen Top-Torjäger aus dem Kader für die Partie gegen Sporting (1:0). In den weiteren Spielen setzte der Coach jedoch auf Auba, der es ihm unter anderem mit wichtigen Toren gegen Real und Sporting dankte.

Edinson Cavani (Paris St. Germain): Nach dem Abgang von Zlatan Ibrahimovic vertraute PSG dem Uruguayer das Sturmzentrum an – der bedankt sich artig mit 20 Treffern in 20 Pflichtspielen – sechs davon in der Königsklasse. Nur beim FC Basel blieb der 29-Jährige torlos. Ansonsten bekamen sowohl die Schweizer als auch Arsenal und Ludogorets den Killerinstinkt des Torjägers zu spüren.