Wohl kaum einer hätte damit gerechnet, dass sich Paris St.Germain im Sommer die Dienste von Choupo-Moting sichern würde. Der Kameruner, der auch schon einige Stationen in Deutschland auf der Vita stehen hat, wechselte ablösefrei von Stoke City zu den Parisern. Von Anfang an wurde klar kommuniziert: Der Stürmer wird im Starensemble nie über die Rolle des Ergänzungsspielers hinauskommen. Der gebürtige Hamburger akzeptierte die Traum-Offerte und erlebte im Alter von 29 Jahren nochmal einen riesen Karrieresprung.

Durch das andauernde Verletzungspech von PSG rückte Choupo-Moting häufiger in den Fokus als eigentlich geplant. In den vergangenen drei Wochen stand der 29-Jährige dreimal in der Startelf und nach dem neusten Ausfall von Edinson Cavani dürften die Chancen auf mehr Spielzeit im Dress der Hauptstädter eigentlich gestiegen sein. Insgesamt weist der Kameruner 18 Einsätze auf, in denen ihm ein Treffer und eine Vorlage gelangen.

Zuletzt schwacher Auftritt

Beim zuletzt mauen 1:0-Heimsieg gegen Girondins Bordeaux in der Ligue 1 durfte Choupo-Moting über 90 Minuten ran. Überzeugen konnte er beim Testlauf vor dem CL-Schlagabtausch aber nicht. In der ersten Halbzeit zeigte sich der Stürmer noch engagiert, doch in der zweiten Halbzeit wirkte er überfordert und hilflos. Ein abgegebener Torschuss innerhalb eines kompletten Spiels sind für einen Stürmer definitiv zu wenig.

Tuchel sucht Gründe

Paris-Trainer Thomas Tuchel nahm gegenüber Medienvertretern, im Anschluss des Spiels, Stellung zum verkorksten Auftritt: „Heute hatte er ein oder zwei hochkarätige Chancen. Aber aktuell fällt es ihm schwer zu treffen. Er muss weiter dran arbeiten und positiv bleiben. Er kann uns in großen Spielen, mit seiner Erfahrung, als Bankspieler helfen.“ Für das wichtige Spiel gegen Manchester United in der Champions League ist der 29-Jährige also offenbar keine Option.

Choupo-Moting wurde klar als Ergänzungsspieler verpflichtet. Dass die Pariser personell, vor einem so wichtigen Spiel, dermaßen stark ausgebeutet sind, hätte wohl niemand befürchtet. Es mangelt zwar an Alternativen, aber große Hoffnungen darf sich der Stürmer auf einen Einsatz in der Startelf nicht machen. Wahrscheinlich ist es, dass Tuchel sein System umbaut und Kylian Mbappé als alleinigen Neuner einsetzt.