Tor

Roman Bürki: Klasse Auftritt des Schweizers. Bewahrte die Borussia in Durchgang eins vor dem Ausgleich, als er einen Passlack-Patzer ausbügelte. Auch in Halbzeit zwei ganz stark, gerade in der wilden Schlussphase. Hielt den Punkt für die Schwarz-Gelben fest.

Abwehr

Matthias Ginter: Anders als sein Pendant auf links überzeugend im Zweikampf und sicher im Aufbauspiel. Kam Dortmund über rechts, war der 22-Jährige präsent und kurbelte mit an. Musste in der 71. verletzt raus.

Sokratis: Allein seine Präsenz auf dem Platz ist für die Borussia kaum zu ersetzen. Fiel hier und da durch leichte Konzentrationsmängel auf, ansonsten ein solider Auftritt der griechischen Wand.

Marc Bartra: Fand nach vier Spielen Pause nahtlos zurück in die Startelf. Sicher im Passspiel, gut im Zweikampf. Erlaubte sich nur eine Unkonzentriertheit: gleichbedeutend mit dem Anschlusstreffer, als er Bürki per Rückpass zwang, den Ball neun Meter vor dem Kasten aufzunehmen.

Felix Passlack: Hatte signifikante Probleme auf der für ihn ungewohnten Linksvertidigerposition. Das wussten auch die Portugiesen – oder realisierten es schnell. Insbesondere Sportings Gelson Martins, der Passlack immer wieder entwischte. Hatte Glück, dass kein in Halbzeit eins kein Fehler zu einem Gegentor führte.

Mittelfeld

Julian Weigl: Ganz starker Auftritt des Dortmunder Dirigenten in den ersten 60 Minuten. Machte die Räume in der Zentrale wie gewohnt eng für Lissabon. Stellte bei seinem sehenswerten Treffer zur 2:0-Führung auch seine Offensiv-Qualitäten zur Schau, mit blitzsauberer Schusstechnik. Nach dem Gegentreffer zunehmend nervöser, was einen Bruch im Dortmunder Spiel mit sich führte.

Christian Pulisic: Arbeitete emsig gegen den Ball, zwang den Gegner zu Fehlern. Darüber hinaus kaum mit nennenswerten Szenen im Offensivspiel, abgesehen von seinem Lattenkracher in der 68. Minute.

Shinji Kagawa: Konnte in Ballbesitz wenig Akzente im BVB-Spiel setzen. War dennoch sehr effektiv im Spiel gegen den Ball, auch im Gegenpressing. Provozierte so mehrfach Ballverluste der Portugiesen in aussichtsreicher Distanz. Kam sich ab und an mit Götze in die Quere.

Mario Götze: Spielte einen ähnlichen Part wie Kollegen Kagawa, wenn auch nicht mit der gleichen Effektivität wie der Japaner. Wusste dafür mit besseren Ideen zu gefallen, wenn auch nicht zu überzeugen.

Ousmane Dembélé: Überraschend wenig Ballaktionen. Selten kam der BVB über die Seite des Youngsters, der mal auf dem linken, mal auf dem rechten Flügel auftauchte. Konnte nur sehr vereinzelt seine Fähigkeiten aufblitzen lassen. Bekam erst gegen Ende mehr Räume zur Entfaltung.

Angriff

Pierre-Emerick Aubameyang: Unterstrich beim 1:0 eindrucksvoll seine unnachahmlichen Vorzüge. Ein unglaublicher Antritt, gepaart mit Technik und Coolness im Abschluss. Spielte in Halbzeit eins teilweise Katz und Maus und mit der Sporting-Abwehr und hätte die Führung ausbauen können. Nach der Pause kaum noch ins Dortmunder Spiel eingebunden.

Die Noten

Einwechslungen

ab 68. Lukasz Piszczek für Bartra: Kam überraschend in der Innenverteidigung zum Zug, nachdem Ginter verletzt für Rode weichen musste. Besann sich auf das Nötigste. Hielt den Laden hinten dicht. Note 3

ab 71. Sebastian Rode für Ginter: Der flexibel einsetzbare Defensivspieler musste hinten rechts ran. Keine Bewertung

ab 90. Dzenis Burnic für Passlack. Keine Bewertung

Torfolge

9. 0:1Aubameyang (Lupfer mit links, Götze)
43. 0:2 Weigl (Rechtsschuss nach Balleroberung)
60. 1:2 Bruno Cesar (Indirekter Freistoß mit links, William Carvalho)