Die vor Geld nur so strotzende Premier League dürfte sich aktuell so vorkommen wie der FC Bayern in der Saison 2010/11. Aus dem Nichts tauchte damals ein schlafender Riese auf. Borussia Dortmund überflügelte den Rekordmeister. Das Gleiche widerfährt den Engländern aktuell mit China. Großer Unterschied: Der BVB war rein sportlich ein rotes Tuch für die Münchner.

Die Investoren in der Chinese Super League hingegen klotzen mit finanziellen Mitteln, um die heimische Liga attraktiver zu gestalten. Mit hohen Millionenbeträgen werden europäische Klubs geködert und Stars ins Reich der Mitte gelockt. Jüngstes Beispiel ist Jackson Martínez, der erst am heutigen Mittwochmorgen für 42 Millionen Euro von Atlético Madrid zu Guangzhou Evergrande wechselte.

Sticht Jiangsu den FC Liverpool aus?

Nun plant der finanzstarke Emporkömmling den nächsten Coup – besser gesagt, die nächsten Coups. Wie das italienische Onlineportal ‚calciomercato.com‘ berichtet, plant Jiangsu Suning eine Offerte in Höhe von 50 Millionen Euro für Alex Teixeira von Shakhtar Donetsk. Bei dieser Summe könnte der ukrainische Topklub schwach werden.

Noch zuletzt deutete alles daraufhin, dass es den brasilianischen Offensiv-Künstler nach England zieht. Zunächst galt der FC Chelsea als Favorit, dann der FC Liverpool, der 32 Millionen bot. Shakhtar verlangte allerdings mehr. Um die 50 Millionen, hieß es. Genau die Summe, die Jiangsu nun dem Vernehmen nach nun offeriert. Dementsprechend könnte der Klub, der kürzlich erst Ramires für 28 Millionen Euro vom FC Chelsea weglockte und kurz vor der Verpflichtung von Luiz Adriano stand, die Premier League-Elite ausstechen.

Touré schon im Winter weg?

Neben Ramires und Teixeira soll ein weiterer Mittelfeldstar bei Jiangsu anheuern. Laut ‚Daily Telegraph‘ bieten die Chinesen 30 Millionen Euro für den 32-jährigen Yaya Touré von Manchester City, dessen Kontrakt 2017 ausläuft. „Ich denke, Yaya wird den Klub verlassen“, verriet sein Berater Dimitry Seluk erst kürzlich, dass wohl spätestens im Sommer Schluss beim MCFC ist. Womöglich aber schon in Kürze. Denn weiter heißt es, der Verein aus Nanjing biete dem Ivorer ein Gehalt von 760.00 Euro wöchentlich. Das entspräche rund 30 Millionen im Jahr. Zudem sollen zwei weitere chinesische Klubs um den Routinier buhlen. Die spanische Sporttageszeitung ‚Sport‘ bringt zudem Real Madrid ins Spiel.

Bis zum 26. Februar können die Deals noch über die Bühne gehen. Dann erst schließt das Transferfenster im ehemaligen Kaiserreich. Bis dahin dürften noch einige chinesische Millionen gen Europa fließen.