Am gestrigen Sonntag gab der 1. FC Köln bekannt, dass Anthony Modeste vom Trainingslager der Geißböcke freigestellt wurde, „damit er sich mit seiner Zukunftsplanung beschäftigen und über seine Karriere nachdenken kann“. Der Stürmer schien seinen Wunsch vom China-Wechsel erfüllt zu bekommen, nachdem dieser im ersten Anlauf noch geplatzt war.

Doch offenbar ist ein Engagement im Reich der Mitte in weiter Ferne. Wie die ‚Sport Bild‘ berichtet, hat Tianjin Quanjian genug von der Transferposse um Modeste. Grund: Dem Franzosen soll eine Deadline gesetzt worden sein. Gestern hätte Modeste einen Flieger von Frankfurt nach Peking nehmen sollen, um den Deal zu finalisieren. Den Flug trat er dem Bericht zufolge aber nicht an.

Modeste-Millionen für Aubameyang?

Nun schwenkt der Chinese Super League-Klub scheinbar um. Laut ‚Sport Bild‘ fokussiert sich Tianjin voll auf Pierre-Emerick Aubameyang. Mit dem Gabuner sei der Verein von Trainer Fabio Cannavro „schon weit“. Die eingesparten Millionen für das Modeste-Angebot (35,7 Millionen Euro) sollen in das Gesamtpaket für Borussia Dortmund gesteckt werden.

Die Ablöse für Modeste hatten die Chinesen bereits an den Effzeh überwiesen. Nun droht die Kehrtwende. Die abwartende Haltung des Noch-Kölners begründet die ‚Sport Bild‘ mit dem Steuerrecht in Fernost. Den 35,7 Millionen-Betrag hätte Tianjin ein weiteres Mal in die Jugendförderung des Landes investieren müssen.

Um dies zu umgehen, hätten Modeste und der Erstligist die Summe als „Transfer-Strafe“ an Köln zahlen sollen, da der bis 2021 gültige Vertrag gebrochen worden wäre. Modeste hätte dies schriftlich zusichern müssen, heißt es weiter. Offenbar ein zu heißes Eisen für den 29-Jährigen, der befürchtete, die 35,7 Millionen in Deutschland versteuern zu müssen. Das Transfer-Hickhack um Modeste scheint noch lange kein Ende gefunden zu haben.