Michael Skibbes Zeit bei Eintracht Frankfurt nähert sich möglicherweise einem abruptem Ende. Am Dienstag Mittag ist der ehemalige Leverkusener Trainer bei seinem Vorgesetzten Heribert Bruchhagen zum Rapport einbestellt. Grund ist die immer wiederkehrende Kritik Skibbes an den gescheiterten Transfers und der Frankfurter Sparpolitik. Zuletzt verneinte er sogar die Möglichkeit, beim Klub perspektivisch zu arbeiten.
Heribert Bruchhagen ist der ‚Frankfurter Rundschau‘ zufolge nun der Geduldsfaden gerissen: „Ich habe kein Verständnis für seine provokanten Äußerungen, die er immer wieder in der Öffentlichkeit macht. Das nervt! Ich bin es in 21 Jahren Bundesliga nicht gewohnt, plötzlich Druck von innen zu bekommen. Bei seinem Amtsantritt war dem Trainer klar, wie ich die Geschäfte führe, für die ich die Verantwortung trage. Meine Richtlinien bei der Sparpolitik haben sich nicht geändert.“
Die Zeitung spekuliert nun, dass Skibbes Zeit bei der Eintracht auf dem einen oder anderen Weg bald zu Ende gehen könnte. Entweder durch eine direkte Entlassung Skibbes oder durch eine spezielle Klausel im Vertrag des Trainers. Der läuft nur bis 2011, wenn Skibbe 40 Punkte erreicht. Ansonsten gehen Trainer und Verein schon im Sommer 2010 auseinander.
Skibbe selbst scheint an einer Weiterbeschäftigung auch kein besonderes Interesse mehr zu haben. Zwar ruderte er in seinen letzten Aussagen wieder etwas zurück, wich aber nicht komplett von seiner Linie ab. Insofern könnte ein Satz, den der Trainer zu Beginn seiner Frankfurter Zeit in die Notizblöcke der Journalisten notiert hatte, bald andere Bedeutung bekommen: „Eintracht Frankfurt hat sich eine schwere Aufgabe gestellt, als sie mich als Trainer geholt haben."
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David Weiss
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