Justin Kluivert ließ zuletzt durchblicken, dass er eigentlich gerne auch in der kommenden Saison für Ajax Amsterdam spielen möchte. Ein Verbleib über den Sommer hinaus ist jedoch noch nicht in trockenen Tüchern. Der Vertrag des 19-Jährigen beim niederländischen Rekordmeister läuft 2019 aus, internationale Topklubs stehen längst Schlange.

Kluiverts Berater Mino Raiola bringt das in eine angenehme Verhandlungsposition. Der beizeiten exzentrische Agent ist dafür bekannt, gegen alle Widerstände das Beste für seine Klienten herauszuholen – und dafür zu ungewöhnlichen Maßnahmen zu greifen. So auch im Fall Kluivert. Laut ‚De Telegraaf‘ fordert Raiola ein Gehalt von 1,5 Millionen Euro brutto für seinen Schützling.

Weiterverkaufs-Klauseln

Für einen Topklub aus einer kleineren Liga ist das sicherlich ein vergleichsweise hohes Salär, aber nichts, was für hochgezogene Augenbrauen sorgt. Die Zusatzklauseln, die die Spielerseite fordert, haben da schon eher diesen Effekt. Demnach soll Kluivert 20 Prozent der zukünftig für ihn fällig werdenden Ablösesumme kassieren. Doch damit nicht genug: Raiola fordere für sich persönlich ebenfalls 20 Prozent.

Für Spieler und Agent würde der neue Vertrag somit zu einem lukrativen Geschäft werden. Bei entsprechender Entwicklung von Kluivert könnte eine horrende Summe für den Tempodribbler fällig werden. Dass Ajax bei den genannten Forderungen mitspielt, ist jedoch laut ‚De Telegraaf‘ ausgeschlossen. Der Poker um Kluiverts Zukunft könnte sich also noch ziehen, zumal dessen Vater Patrick sich für eine Verlängerung ausgesprochen haben soll.

Raiola bleibt angesichts der drohenden Kritik an seiner Person jedoch gelassen. „Falls Ajax mir den Schwarzen Peter zuschieben möchte, ist das in Ordnung, es zeigt aber wenig Selbstreflexion. Ich übernehme alle Verantwortung, bin der Böse und es ist alles meine Schuld.“ Raiola, wie er leibt und lebt.