Ende 2015, als er wieder einmal zu Gast in seiner Heimat Ghana war, entdeckte Gerald Asamoah bei der UniStar Soccer Academy einen gerade 17-Jährigen, der ihn physisch durchaus an sich selbst erinnerte. Tiefer Körperschwerpunkt, athletisch, robust. Und noch dazu temperamentvoll und torgefährlich: Bernard Tekpetey.

Nur wenige Monate später wurde der heute 19-Jährige Schalker. Anfang Februar 2016 wechselte Tekpetey aus einem Vorort der ghanaischen Hauptstadt Accra nach Gelsenkirchen, wo er zunächst für die Reserve vorgesehen war. Mit guten Leistungen überzeugte der Angreifer die Verantwortlichen bei Königsblau schließlich, ihn zu den Profis zu beordern.

Leihe soll zeitnah finalisiert werden

Seither stehen in der Vita des Nationalspielers der Black Stars aber lediglich drei Bundesligaminuten und ein Auftritt in der Europa League. Zwar sei man von Tekpeteys Potenzial überzeugt, dennoch reicht es (noch) nicht, um eine Rolle zu spielen. Auch nicht unter Domenico Tedesco. Deshalb soll der Torjäger zunächst noch ein Jahr verliehen werden.

Eine Hürde: Tekpeteys Vertrag auf Schalke läuft kommenden Sommer aus. Bevor eine Leihe finalisiert werden kann, muss dieser entsprechend zunächst verlängert werden. Wie Berater Jerry O. Brempong gegenüber FT bestätigt, wird das „zeitnah“ passieren.

Verlängerung bis 2020

Geplant sei eine Verlängerung um weitere zwei Jahre – bis 2020. Ein klares Signal, dass S04 für die Zukunft mit dem jungen Stürmer plant. Anschließend wird Tekpetey aller Voraussicht nach an den SC Rheindorf Altach nach Österreich verliehen.

Noch müssen sich alle Parteien aber einigen, auch in puncto Gehalt. Das dürfte im Zuge der Verlängerung nach oben korrigiert werden. Dass der Deal aufgrund des Salärs scheitern könnte, wie von den ‚Vorarlberger Nachrichten‘ kolportiert, sei falsch, erklärt Tekpeteys Berater gegenüber unserer Redaktion.

Auch Zweitligisten interessiert

Ob sich der SCR Altach gegen Maccabi Tel Aviv durchsetzt und sich für die Europa League qualifiziert, hat derweil keinerlei Einfluss auf das angestrebte Leihgeschäft. Noch in dieser Woche könnte der Deal über die Bühne gehen.

Neben den Österreichern zeigten auch Klubs aus der zweiten Liga sowie aus Belgien Interesse an einem Leihgeschäft. „Altach hat sich von vornherein sehr stark um Bernard bemüht und verdeutlicht, dass sie ihn unbedingt haben wollen“, begründet Brempong.