Manuel Neuer vs. Marc-André ter Stegen

Auch wenn ter Stegen beim FC Barcelona Glanzleistungen zeigt und einige Experten und Fans sich für den 26-Jährigen stark machen, hat Neuer noch immer die Nase vorne. Als Kapitän ist er einer der wenigen Spieler, die von Löw bisher nicht infrage gestellt wurden. Der 32-Jährige bleibt die Nummer eins, ter Stegen „ist der kommende Mann“, wie Löw bereits vor der WM betonte.

Jérôme Boateng vs. Niklas Süle

Auch beim FC Bayern muss sich Boateng mit Süle herumschlagen. Der Veteran hat alles gewonnen, was es zu gewinnen gibt. Während und nach der WM befand er sich jedoch im Formloch, Süle hingegen überzeugte gegen Frankreich (1:2) und Russland (3:0). Fürs erste ist Boateng raus aus dem Nationalteam. Erreicht er jedoch die Form früherer Tage, wird er zurückkehren.

Mats Hummels vs. Antonio Rüdiger

Löw hält große Stücke auf Hummels, der sich aber genauso strecken muss wie viele andere Spieler seiner Generation. Rüdiger ist ein Modellathlet mit wesentlich höherem Tempo als der Bayern-Star. An die Spieleröffnung und das Stellungsspiel von Hummels kommt der Mann von Chelsea jedoch nicht heran. Vorerst bleibt der Weltmeister gesetzt, muss sich jedoch in Acht nehmen.

Jonas Hector vs. Nico Schulz

Fast schon traditionell fehlt der deutschen Mannschaft links hinten eine Alternative von internationalem Format. Der schnelle Schulz darf aktuell mit der TSG Hoffenheim Champions League-Erfahrung sammeln und übt somit Druck auf Zweitligaspieler Hector aus. Für den Platzhirsch spricht jedoch dessen Länderspielerfahrung und seine Ruhe am Ball. Ein Kopf-an-Kopf-Rennen.

Sami Khedira vs. Joshua Kimmich

Khedira war das erste Opfer des Post-WM-Umbruchs. Bei Juventus Turin ist der 31-Jährige aber nach wie vor gesetzt. Aus dem DFB-Team zurückgetreten ist er ausdrücklich nicht. Auf der Sechs schwang sich zuletzt Joshua Kimmich zum Partner des gesetzten Toni Kroos auf. Geht es nach Löw, soll dies auch erstmal so bleiben. „Kimmich wird die Lösung für die nahe Zukunft sein auf der Sechs“, so der Bundestrainer.

Thomas Müller vs. Serge Gnabry

Zehnmal traf Müller bei dem Weltmeisterschaften 2010 und 2014. 2018 war er dagegen die personifizierte Torungefahr. Konkurrent Gnabry traf dagegen in vier Länderspielen bislang viermal und ist auch bei den Bayern mittlerweile Stammspieler. Als Führungsspieler und Spaßvogel wird Müller noch eine Weile seinen Platz im Kader finden, muss sich aber dem Konkurrenzkampf stellen. Auch im Verein muss wieder mehr kommen vom 29-Jährigen.

Julian Draxler vs. Leroy Sané

Zugegeben: Draxler zählt mit seinen 25 Jahren noch nicht zum alten Eisen. Jedoch muss auch der Linksaußen um seinen Stammplatz, den er zu Beginn der WM hatte, fürchten. Sané brauchte eine lange Anlaufzeit im DFB-Team, mittlerweile steigert er sich aber von Spiel zu Spiel. Sein Tempo und seine Dribbelstärke sind Alleinstellungsmerkmale, die dem DFB-Umbruch ein markantes Gesicht geben. Am City-Star führt in Zukunft kein Weg vorbei.