Seit mittlerweile vier Jahren steht Bertrand Traoré beim FC Chelsea unter Vertrag. 16 Mal durfte er für die Profis von der Stamford Bridge auflaufen, endgültig durchsetzen konnte sich das Juwel aus Burkina Faso aber bislang nicht. Dabei wusste der Offensivspieler bei seinen Ausleihen in die Eredivisie zu überzeugen.

Eineinhalb Jahre lief Traoré für Vitesse Arnheim auf und war an 27 Treffern direkt beteiligt. In der laufenden Saison weiß er bei Ajax Amsterdam zu überzeugen. 13 Tore und sechs Vorlagen stehen bislang zu Buche. Für die wertvollsten Torbeteiligungen sorgte der 21-Jährige am gestrigen Mittwoch, als er beim Halbfinalhinspiel der Europa League gegen OIympique Lyon zunächst die 1:0-Führung erzielte, das 2:0 durch Kasper Dolberg auflegte und am Ende noch das womöglich vorentscheidende 4:1 besorgte.

Aber nicht erst seit gestern steht der 27-fache Nationalspieler bei einigen Topklubs auf dem Zettel. Wie Berater und Bruder David Traoré gegenüber FT bestätigt, bewerben sich neben der AS Monaco, Olympique Lyon, Stoke City, dem FC Everton und dem FC Valencia auch RB Leipzig und Borussia Dortmund um die Dienste des Flügelspielers, der bei Ajax auch gerne als Mittelstürmer zum Einsatz kommt.

Unzufrieden in London

Mit seiner Situation in London ist der Youngster nicht zufrieden. „Bertrand braucht Stabilität“, äußert sich der Bruder gegenüber FT, „wenn er bei Chelsea spielt, wird gesagt, er soll verliehen werden. Ist er verliehen, wird gesagt, er soll für Chelsea spielen. Um endgültig den Durchbruch zu schaffen, muss er in einem leistungsstarken Team regelmäßig spielen. Daher braucht Bertrand eine Garantie auf Einsätze.

Der Spieleragent wünscht sich einen Trainer, der die Qualitäten seines Bruders zu schätzen weiß: „Er muss mit einem Trainer zusammenarbeiten, der ihn einzusetzen weiß und sein Potenzial vor allem vor dem Tor ausschöpfen kann. Seine Ballkontrolle, seine Geschwindigkeit, seine Technik, seine Effizienz und seine Spielintelligenz zeichnen ihn aus. Eine solche Leistung im Halbfinale der Europa League gegen einen so starken Gegner wie Lyon und das, obwohl er immer noch Probleme mit seinem rechten Oberschenkel hat, zeigt sein enormes Potenzial.

Traoré passt perfekt in das Beuteschema der Borussia. Der Nationalspieler hat bereits Erfahrung auf dem allerhöchsten Niveau gesammelt, sein gesamtes Potenzial gilt es aber noch auszuschöpfen. Da der Angreifer bislang sowohl als Flügelstürmer, aber auch im Sturmzentrum zum Einsatz gekommen ist, wäre er der gesuchte Backup für Pierre-Emerick Aubameyang und würde gleichzeitig den Konkurrenzkampf auf den bereits erstklassig besetzten Flügelpostionen weiter anheizen.