In Mainz lief es wie so häufig in letzter Zeit. In der 64. Minute betrat Paco Alcácer das Feld, nur zwei Minuten später brachte der Spanier Borussia Dortmund in Führung (Endstand 2:1). Trotz seiner beeindruckenden Torquote (29 Minuten pro Tor) kommt Alcácer in aller Regel nur von der Bank. Zu Spielbeginn darf sich meist Mario Götze an den gegnerischen Fünferketten abarbeiten, Alcácer erntet anschließend die Früchte in Form von Toren.

Für Götze kein Problem. „Für mich ist es gut, meinen Teil dazu beizutragen, die Spiele zu gewinnen. Wenn es dann so ist, dass ich nach 60 Minuten müde bin und dann Paco kommt und das Tor macht, ist es nicht so schlecht“, beteuerte der 26-Jährige auf der Pressekonferenz vor dem Champions League-Spiel gegen den FC Brügge am morgigen Mittwoch (21 Uhr). Ohnehin wird Götze allein aufgrund der Tatsache froh sein, dass er wieder eine Rolle beim BVB spielt.

„Götze spürt Fußball“

Zu Saisonbeginn stand der Weltmeister wiederholt nicht im Spieltagskader. Doch er kämpfte sich zurück. Und mittlerweile schwärmt auch Lucien Favre von ihm. „Er spürt Fußball“, antwortete der BVB-Trainer mit einem verlegenen Lächeln auf die Frage nach Götzes Qualitäten und schob beinahe entschuldigend in Richtung der anwesenden Journalisten hinterher: „Ich sage die Wahrheit. Er spürt Fußball. Er spielt richtig. Er gibt alles“.

Auch Alcácer ist sicherlich kein unintelligenter Fußballer, der dazu noch eine ganze Menge Torgefahr mitbringt – im Gegensatz zu Götze (ein Saisontor). Der Neuzugang aus Barcelona ist aber immer noch nicht richtig fit. „90 Minuten spielen zu können dauert“, prophezeit Favre. Also ist gut vorstellbar, dass auch gegen Brügge wieder das gewohnte Job-Sharing im BVB-Sturm praktiziert wird. Und vielleicht läuft es ja dann auch wieder wie so häufig in letzter Zeit.