1. Marco Reus

Er schien kaum mehr zehn Spiele bestreiten zu können, ohne sich zu verletzen. Nun hat Reus endlich mal ein komplettes Saisondrittel durchspielen können und ist prompt in Weltklasseform. Acht Tore hat der Kapitän, der wie kaum ein anderer für den Dortmunder Aufschwung steht, bereits beigesteuert und spätestens mit seinen zwei gestrigen Treffern bewiesen, dass er auch in den großen Spielen der entscheidende Mann sein kann.

2. Neuzugänge

Viel wurde in den ersten Wochen der Saison von Dortmunds Neuzugängen geschwärmt. Ein größerer Artikel muss Witsel und Co. daher nicht mehr gewidmet werden. Erlaubt sei an dieser Stelle aber dennoch noch einmal der Hinweis, dass Michael Zorc vieles bis alles richtig gemacht hat. Auch gegen die Bayern war Witsel der Ruhepol im Mittelfeld, Hakimi der Dauerläufer auf links und Alcácer der (fast immer) eiskalte Torjäger.

3. Kadertiefe

Von 29 Spielern können nicht alle gleichzeitig in Topform sein. Bestes Beispiel beim BVB: Julian Weigl. Der eigentlich begnadete Aufbauspieler kommt unter Favre bislang überhaupt nicht zurecht. Weigl hatte zusehends Probleme mit Tempo und Pressing der Bayern, war früh gelb-rot gefährdet und machte folgerichtig Platz für Dahoud, der keinerlei Anlaufzeit benötigte. Auch die null Minuten von Christian Pulisic und Raphaël Guerreiro sind ein beachtliches Indiz für die schwarz-gelbe Kadertiefe.

4. Fitness

Ebenfalls ein schon bekanntes Phänomen unter Favre: Die starke zweite Halbzeit, in der die Borussen immer und immer wieder das Spiel zu ihren Gunsten drehen. Erklärbar ist das nicht nur mit den taktischen Umstellungen des Trainers, sondern vor allem auch mit einer Top-Fitness der Spieler, die selbst gegen einen FC Bayern das Ruder in Durchgang zwei noch herumreißen konnten.