Wenn der FC Bayern den BVB heute Abend zum Tanz lädt, geht es um mehr als die sportliche Vorherrschaft im deutschen Fußball. In München herrscht Alarmstimmung, denn ein Nachfolger des geschassten Niko Kovac ist nicht in Sicht. Im Gegenteil: Es scheint ganz so, als würde der eigentlich nur für zwei Spiele vorgesehene Hansi Flick (notgedrungen) derjenige sein, der das Starensemble bis zum kommenden Sommer anführt.

Für mich ist das Spiel gegen Dortmund die Ziellinie. Da wollen wir durchgehen mit einem Sieg. Das treibt mich an“, sagte Flick auf der heutigen Pressekonferenz, „alles andere interessiert mich nicht. Es geht um den FC Bayern. Der Klub wird seine Entscheidung treffen. Alles andere kann ich nicht beeinflussen.“

Die Flick-Malaise

Das Problem: Flick ist fast schon zu einem positiven Ergebnis verdammt. Denn andere Kandidaten wie Ralf Rangnick, Arsène Wenger oder auch Thomas Tuchel sind aus unterschiedlichen Gründen kein Thema mehr für die angestrebte Interimslösung bis zum kommenden Sommer. Dabei war insbesondere die Art und Weise, in der man Wenger öffentlich absagte, durchaus bemerkenswert.

Sollte die wegweisende Partie gegen Dortmund sehr schlecht laufen, wären die Vorzeichen für Flick nicht gut – zumal auch beim 2:0 am Mittwoch gegen Olympiakos der Motor noch stockte. Doch die Alternativen sind rar. José Mourinho wäre verfügbar, ist aber angesichts seiner schwierigen Persönlichkeit auch nicht unbedingt die Wunschlösung. Erik ten Hag hingegen wäre frühestens ab dem kommenden Sommer zu haben.

Die voraussichtlichen Aufstellungen

Bayern

Dortmund