Nur wenige Sekunden nach seiner Einwechselung durfte Bukayo Saka bereits jubeln. Das Talent des FC Arsenal war im Spiel gegen den FC Fulham am gestrigen Neujahrstag gerade erst für Alex Iwobi in der 83. Minute eingewechselt worden, da erzielte Pierre-Emerick Aubameyang schon den Treffer zum 4:1-Endstand.

Wirklich beteiligt war Saka an der Aktion nicht. Tatsächlich berührte der Linksaußen in seinen sieben Minuten Spielzeit kein einziges Mal den Ball. Dennoch war er hinterher in aller Munde. Saka ist der erste Spieler des Jahrgangs 2001, der in der Premier League zum Einsatz kam.

„Ich bin sehr hungrig“

Seinem Rekord gebührend zeigte sich der 17-Jährige nach dem Spiel euphorisch: „Ich bin einfach nur glücklich. Für mich ist es ein Segen, mein Debüt gegeben zu haben. Ich möchte meiner Familie, meinen Freunden und jedem im Klub, der mir auf dem Weg hierhin geholfen hat, danken.“ Zufrieden gibt sich Saka damit aber nicht: „Das war erst der Anfang. Ich bin sehr hungrig. Ich möchte hart arbeiten und jede Chance nutzen, die sich mir bietet.

Bisher hat der Engländer mit ghanaischen Wurzeln dies stets getan. Nach Einsätzen für die U18 der Gunners sowie für die Reserve in der Premier League 2 durfte Saka Ende November erstmals Profiluft schnuppern. Gegen Vorskla Poltava debütierte er in der Europa League nach 68 Minuten. Am folgenden Spieltag stand er gegen Qarabag über die volle Spielzeit auf dem Platz.

Ein vielversprechender Start

Spätestens dann war der 17-Jährige den Gunners-Anhängern ein Begriff. „Viel Glück dabei, Bukayo Saka nicht zu sehr zu loben“, titelte ein bekannter Fan-Blog des Klubs. Trainer Unai Emery versuchte es nach dem Qarabag-Spiel zumindest: „Nicht jede seiner Aktionen war gut, aber seine Persönlichkeit war sehr wichtig für uns, indem er versucht hat, in Eins-gegen-Eins-Duelle zu gehen und die Linien des Gegners zu durchbrechen.

Diese Qualität könnte Saka zu einer wichtigen Waffe von Arsenal machen, denen derzeit ein echter Tempodribbler fehlt. Bis dahin muss der 17-Jährige jedoch noch weiter an sich arbeiten. Dass er dazu die Bereitschaft hat, demonstrierte er bereits. So wird er am gestrigen Dienstag wohl nicht das letzte Mal für die Gunners gejubelt haben.