Manuel Neuer

Die Stimmen, die Barcelonas Marc-André ter Stegen als neue Nummer eins im Tor fordern, dürften vorerst etwas leiser werden. Neuer hielt nicht nur Naumows Kopfball (30.) nach einer Ecke spektakulär, sondern durfte auch mal wieder als Libero glänzen. Besonders waghalsig war sein Ausflug zur Eckfahne, als der 33-Jährige Kovalev per Körpertäuschung und mit der Sohle aussteigen ließ. Joshua Kimmich meinte: „Er könnte bei uns auch auf der Sechs oder weiter vorne spielen, so kreativ wie er das da hinten gemacht hat.“ Man mag ihm nicht widersprechen.

Leroy Sané

Alle Augen waren auf den Star von Manchester City gerichtet. Seit Wochen wird über die Zukunft des 23-Jährigen spekuliert, der FC Bayern will Sané unbedingt verpflichten. Doch unbeeindruckt davon legte der Linksfuß ein blitzsauberes Spiel gegen Weißrussland hin. Beim Führungstreffer in der zwölften Minute behielt er die Übersicht, ließ einen Verteidiger ins Leere fliegen und netzte gekonnt ein. In dieser Verfassung ist der vor der noch WM ausgebootete Sané nicht mehr aus dem DFB-Team wegzudenken – egal, für welchen Klub er in der kommenden Saison spielt. Über seine Zukunft sprechen wollte der Torschütze im Anschluss aber nicht.

Marcus Sorg

Der Chef war verhindert, also sprang der Assistent in die Bresche. Marcus Sorg brachte sein Bundestrainer-Debüt unaufgeregt über die Bühne. Die Mannschaft stellte der 53-Jährige gut ein und heimste dafür im Anschluss eine Menge Lob seiner Stars ein. Ilkay Gündogan sagte: „Er hat es super gemacht, auf ihn ist Verlass. Er macht es sehr sympathisch, auf eine andere Art und Weise wie Jogi. Wir sind sehr zufrieden.“ Auch Joachim Löw gefiel die Darbietung des DFB-Teams. „Er hat uns beglückwünscht und ist natürlich auch sehr zufrieden“, erzählte Sorg im Anschluss an die Partie, die für ihn „natürlich etwas sehr Besonderes“ war. Aufgabe gemeistert.