Ein ebenso unerwarteter wie platzierter Kopfball von Antoine Griezmann sowie ein unberechtigter Strafstoß des Atlético-Stürmers sorgten dafür, dass Frankreich sein Heimspiel in der Nations League gegen Deutschland doch noch mit 2:1 gewann. Dabei hatte die DFB-Elf vor allem in Hälfte eins einen ordentlichen Ball gespielt.

Die Umstellungen von Joachim Löw, der mit Leroy Sané, Serge Gnabry und Timo Werner drei schnelle Spitzen aufs Feld schickte und auf eine Fünferkette setzte, hätten mit etwas mehr Konsequenz im Abschluss durchaus zu einem Sieg führen können. Werbung in eigener Sache konnten aber in erster Linie zwei defensiv orientierte Akteure machen.

Zwei Münchner ragen heraus

So war es Niklas Süle, der hinten den Laden zusammenhielt. Körperlich ist der 1,95 Meter-Schrank ohnehin eine Bank. Der 23-Jährige bringt aber auch jede Menge Tempo mit und konnte somit insbesondere für seinen Nebenmann Mats Hummels ein ums andere Mal die Kohlen aus dem Feuer holen. Auch im Spielaufbau – nicht unbedingt Süles größte Qualität – agierte der Wahl-Münchner nahezu fehlerfrei.

Einen positiven Eindruck hinterließ auch Teamkollege Joshua Kimmich. Der bei Bayern als Rechtsverteidiger aufgebotene Rechtsfuß findet sich immer besser in seine Sechser-Rolle bei der Nationalmannschaft ein. Bis auf wenige Ausnahmen gut im Passspiel, mit viel Laufarbeit, einigen klugen Fouls und jeder Menge Kämpferherz füllte Kimmich die ihm zugedachte Rolle bravourös aus.

Süle und Kimmich, beide 23 Jahre alt, könnten die starke zentrale Achse des DFB-Teams der Zukunft darstellen. Die Partie gegen Frankreich untermauerte diese Hoffnung. Einzig Griezmann verhinderte, dass das Bayern-Duo für seine starke Leistung mit Zählbarem belohnt wurde.